• 26.08.2013, 12:28:25
  • /
  • OTS0105 OTW0105

Familienverband: Individuelle Bedürfnisse der Eltern ernst nehmen

KFÖ-Präsident Trendl: Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen nicht durch Streichung der Langform des Kinderbetreuungsgeldes finanzieren

Utl.: KFÖ-Präsident Trendl: Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen
nicht durch Streichung der Langform des Kinderbetreuungsgeldes
finanzieren =

Wien, 26.08.13 (KAP) Als "familienfeindlich" hat der Präsident des
Katholischen Familienverbandes Österreich (KFÖ), Alfred Trendl, den
Vorschlag, den Ausbau der Kinderbetreuungseinrichtungen durch das
Streichen der Langform des Kinderbetreuungsgeldes zu finanzieren,
bezeichnet. Zwar begrüße der KFÖ jegliche Initiative zum Ausbau der
Kinderbetreuungseinrichtungen, man lehne es jedoch ab, wenn Eltern
die Wahlmöglichkeit über die Form des Kinderbetreuungsgeldes
genommen werde, um diesen Ausbau zu finanzieren, so Trendl am Montag
per Aussendung.

Jeder, der sich für Kinder entscheidet, habe ein Recht darauf, von
der Gesellschaft unterstützt und nicht bevormundet zu werden, so
Trendl. Deshalb dürften sich Eltern auch zurecht von einer
Familienpolitik Wahlfreiheit erwarten, für die parteiübergreifender
Konsens zu finden sei. Gerade jene Variante des
Kinderbetreuungsgeldes abschaffen zu wollen, die von den meisten
Eltern gewählt werde, sei ein "Affront gegen diejenigen, die sich
engagieren, um Österreich kinder- und familienfreundlicher zu
machen", betonte der KFÖ-Präsident.

Um wirkliche Wahlfreiheit zu gewährleisten, müssten Eltern aus einem
breiten Angebot an Kinderbetreuungseinrichtungen wählen können, die
über die institutionellen Einrichtungen hinausgehen. Neben dem
Ausbau Letzterer fordere der KFÖ deshalb auch ein breiteres Angebot
an Tageseltern sowie von Spiel- und Kindergruppen, da es bei den
Eltern Bedarf an individuellen, kleinkindgerechten Angeboten für
ihre Kleinstkinder gebe.

In diesem Zusammenhang forderte Trendl die Einführung eines
bundesweit einheitlichen Rahmengesetzes für
Kinderbetreuungseinrichtungen und einen Gutschein, der den Eltern
die Wahl des Anbieters für institutionelle Kinderbetreuung
ermöglicht. Die Qualität müsse für alle Kinder gleich gut sein und
der Bedarf regional erhoben und erfüllt werden. Trendl: "Das Letzte,
was wir auf dem Gebiet der Kinderbetreuung brauchen, ist ein neuer
Zentralismus."

Mehr auf www.kathpress.at (ende) jmo/per/

nnnn

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KAT

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel