• 26.08.2013, 12:14:52
  • /
  • OTS0097 OTW0097

PVÖ-Blecha: "Unsozial" sind Unternehmen, die Frauen aus dem Erwerbleben drängen oder nicht beschäftigen

Leitl-Aussage zynisch - Brauchen Reform der Arbeitswelt, nicht Pensionsreform

Utl.: Leitl-Aussage zynisch - Brauchen Reform der Arbeitswelt, nicht
Pensionsreform =

Wien (OTS/SK) - Dass Wirtschaftskammer-Präsident Leitl das Nein der
SPÖ zu einem vorzeitigen Angleichen des Frauenpensionsalters als
"unsozial" bezeichnet, ist für Pensionistenverbands-Präsident Karl
Blecha "zynisch". "Es sind die Unternehmen und Betriebe, für die
Frauen ab 50 bereits oft als 'zu alt' gelten. Es sind die Betriebe,
die ältere Arbeitnehmerinnen oft aus dem Erwerbsleben mobben. Es sind
die Betriebe, die ihre älteren Mitarbeiterinnen oft in die Pension
abschieben. Es sind die Betriebe, die oft zu wenig auf die Gesundheit
ihrer ArbeiterInnen und Angestellten achten. Es sind die Betriebe,
die zu wenig altersgerechte Jobs und damit
Beschäftigungsmöglichkeiten für Menschen ab 50 Jahre bieten. Das ist
'unsozial'"!, erklärte der PVÖ-Präsident heute, Montag. ****

Einmal mehr fordert Blecha, ein Bonus-Malus-System auch für
Unternehmen: "Wer frühpensioniert muss Malus zahlen, wer Ältere
beschäftigt bekommt einen Bonus." Für ArbeitnehmerInnen gilt dieses
Bonus-Malus-System längst. Denn: geht jemand in Frühpension, muss
er/sie dafür lebenslang Abschläge in Kauf nehmen, erhält eine
niedrigere Pension. Arbeitet er/sie länger, gibt es eine höhere
Pension. Aber: Unternehmen, die ältere DienstnehmerInnen in die
Pension oder Arbeitslosigkeit abschieben, müssen keine Konsequenzen
tragen.

Blecha fordert von der nächsten Regierung, ein Bonus-Malus-System
auch für Unternehmen und eine Reform der Arbeitswelt: "Wir wissen
alle, dass die Menschen älter werden und die Arbeitswelt huldigt
unbeirrt einem Jugendkult. Wir brauchen alternsgerechte Jobs, eine
Arbeitswelt, in der die Beschäftigten nicht krank werden!"

Blecha abschließend: "Was in der Debatte um längeres Arbeiten von
ÖVP-Seite gerne negiert wird: dass es niemandem jemals verboten ist,
länger zu arbeiten. Auch über das Regelpensionsalter hinaus. Nur - es
gibt viel, viel zu wenige Jobs dafür. Dann eine Erhöhung des
Pensionsalters zu fordern, das ist 'unsozial'!" (Schluss) up/mp

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NSK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel