- 26.08.2013, 12:01:25
- /
- OTS0089 OTW0089
Frauenpensionsalter - Kritik von Prammer und Stöger an Leitl-Aussagen
Distanzierung von Spindelegger gefordert - Kein vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsalters mit der SPÖ, keine Kompromisse bei den Pensionen!
Utl.: Utl: Distanzierung von Spindelegger gefordert - Kein
vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsalters mit der SPÖ,
keine Kompromisse bei den Pensionen! =
Linz (OTS) - Nationalratspräsidentin Barbara Prammer und
Gesundheitsminister Alois Stöger kritisieren am Montag die erneuten
Aussagen aus Richtung der ÖVP, das Frauenpensionsalter vorzeitig
anheben zu wollen.
Prammer unterstreicht, "dass der Vertrauensschutz den Grundsatz einer
seriösen Politik darstellt. Die Anhebung des
Frauenpensionsantrittsalters ab 2024 wurde gemeinsam mit der ÖVP
beschlossen. Die Frauen haben ein Recht darauf, sich auf diese
Regelungen zu verlassen." So wie die ÖVP den heute älteren
Arbeitnehmerinnen auszurichten, sie hätten einen falschen
Erwerbsverlauf, wäre ein zynischer Vertrauensbruch, kritisiert
Präsidentin Prammer: "Ich kann die Frauen nur dazu aufrufen, sich
nicht verunsichern zu lassen. Mit der SPÖ wird an der bestehenden
Regelung nicht gerüttelt."
"Wir haben in unserer Verfassung ein Beginndatum für die Anhebung des
Frauenpensionsantrittsalters festgeschrieben. Das ist das Jahr 2024
und kein Jahr früher", stellt Minister Stöger klar. WKÖ-Chef Leitl
hatte in einem APA-Interview gesagt, es sei "unsozial", das
Frauenpensionsalter nicht vorzeitig anzuheben. "So ein 'völliger
Nebenschauplatz', wie ÖVP-Chef Spindelegger vor einigen Wochen über
dieses hunderttausende Frauen betreffende Thema gesagt hat, scheint
das Frauenpensionsalter für die ÖVP also doch nicht zu sein", sagt
Stöger und fordert den Vizekanzler auf, sich endlich von
Bestrebungen, das Frauenpensionsalter schon ab 2014 anzuheben, zu
distanzieren.
Der Gesundheitsminister unterstreicht, dass mit der SPÖ ein
vorzeitiges Anheben des Frauenpensionsantrittsalters nicht in Frage
kommt. Schon jetzt hätten Frauen über 50 vor allem im
Dienstleistungssektor Probleme, eine Arbeit zu finden - oder zu
behalten. Nur jede dritte Frau zwischen 55 und 64 Jahren ist
erwerbstätig. Eine Studie im Auftrag des AMS unter 290.000 Betrieben
zeigte, dass 200.000 der befragten Unternehmen gar keine Menschen
über 55 beschäftigten. Minister Stöger appelliert daher an die
Unternehmen, das Know-how älterer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer
zu nutzen und altersadäquate Arbeitsplätze zu schaffen. Denn, so
Stöger: "Jede zweite Frau geht aus der Arbeitslosigkeit oder aus
Krankheit in Pension. Frauen vorzeitig später ihre Pension antreten
zu lassen, hätte 30.000 arbeitslose Menschen zusätzlich zur Folge."
Prammer und Stöger halten abschließend nochmals fest, dass es mit der
SPÖ keine Kompromisse bei den Pensionen gibt. Das Pensionsalter muss
nicht angehoben werden. Die Pensionen sind sicher. Arbeit muss
angemessen entlohnt und altersgerechte Arbeitsplätze müssen
geschaffen werden. Hier muss die Wirtschaft ihre Verantwortung
übernehmen, dann ist die staatliche Pensionsversicherung auch künftig
finanziell abgesichert.
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | DS4






