• 22.08.2013, 15:39:41
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Energieminister: Ukraine erweitert Bezugsquellen für gegenläufige Gasversorgung

Kiew, Ukraine (ots/PRNewswire) -

Laut Eduard Stavytskyi, dem ukrainischen Minister der Energie- und
Kohleindustrie, setzt die Ukraine die Diversifizierung ihrer
Bezugsquellen für Gasimporte weiter fort und baut ihre
Gas-Transitleitungen zur Strömungsumkehr aus. Bislang hat die Ukraine
Gas auf direktem Wege aus Russland sowie mittels Umkehrfluss aus der
EU (über Polen und Ungarn) bezogen. In Kürze, so der Minister, werde
die ukrainische Regierung in Rumänien und der Slowakei zwei weitere
Gas-Transitleitungen zur Strömungsumkehr in Betrieb nehmen.

Nach erfolgter Überprüfung aller Gas-Transitleitungen, die sich für
Transporte in die gegenläufige Richtung eignen, erklärte die Ukraine,
dass sie ihre gesamten Gasimporte zu 100 Prozent diversifizieren
könne. Das osteuropäische Land begann im November 2012, Gas aus der
EU zu beziehen. Am 15. Mai 2013 begann es, im Zuge eines Testlaufs
auch Gas aus der Slowakei zu importieren. Im Juli 2013 erklärte der
Energieminister, dass sich das gesamte jährliche Gasvolumen, welches
in gegenläufiger Richtung aus Europa in die Ukraine geliefert werden
kann, auf über 30 Milliarden Kubikmeter belaufen könne.

Oberste Priorität sei jedoch die Erhöhung der Gasproduktion im
Inland, betonte Minister Stavytskyi. Er erinnerte daran, dass die
Ukraine vor 40 Jahren über 70 Milliarden Kubikmeter Gas pro Jahr
produziert habe, was drei Mal so viel sei, wie das Land heutzutage
produziere.

Darüber hinaus erwähnte er, dass die Gasreserven in herkömmlichen
Quellen nach über einem Jahrhundert intensiver Gasproduktion in der
Ukraine grösstenteils erschöpft seien. Deshalb "ist es für die
Ukraine am aussichtsreichsten, unkonventionelle Gasquellen wie
Schiefergas sowie das Schelf des Schwarzen Meeres
weiterzuentwickeln," so Stavytskyi.

Als Beispiel nannte der ukrainische Energieminister die Vereinigten
Staaten, wo man auf moderne Technologie und Investitionen aus dem
Privatsektor setze, um die eigene Gasproduktion deutlich zu steigern
und den Preis auf 100 USD pro Tausend Kubikmeter zu reduzieren.
Stavytskyi betonte, dass die ukrainische Regierung ein ähnliches Ziel
verfolge, nämlich die Gasproduktion aus unkonventionellen Quellen im
Inland drastisch zu erhöhen und Projekte in Angriff zu nehmen, um die
Schiefergasvorkommen in der Ukraine mithilfe von milliardenschweren
Investitionen aus der Industrie gezielt weiterzuentwickeln.

Derzeit kooperiert die Ukraine mit Weltmarktführern wie Chevron,
Shell und Exxon Mobil, die Gasvorkommen in den westlichen und
östlichen Regionen der Ukraine sowie innerhalb des
Tiefsee-Erdgasfeldes im Schwarzen Meer erschliessen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | PRN

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