• 22.08.2013, 12:48:55
  • /
  • OTS0139 OTW0139

"dok.film": "Für die Ewigkeit - Ein Film aus der Zukunft"

Science-Fiction-Dokumentation von Michael Madsen über die Endlagerung von Atommüll

Utl.: Science-Fiction-Dokumentation von Michael Madsen über die
Endlagerung von Atommüll =

Wien (OTS) - Die Lagerung atomaren Materials stellt nicht erst seit
der Katastrophe in Fukushima ein großes Problem dar. Radioaktiver
Abfall und die damit verbundene Verantwortung künftigen Generationen
gegenüber sorgen seit Jahren für heikle Diskussionen. 45 Millionen
Kubikmeter Material müssen insgesamt entsorgt werden. Ein
Mammutprojekt und ein Problem für Generationen, denn noch existieren
weder Zwischen- noch Endlager für das verstrahlte Material. Damit
steht Japan nicht allein da. Weltweit sucht man nach sicheren Depots
für Atomabfall. Diese Problematik zwingt die Menschen, in zeitlichen
Dimensionen zu denken, die weit über den eigenen Lebenshorizont
hinausgehen. Filmemacher Michael Madsen setzt sich in der
Science-Fiction-Dokumentation "Für die Ewigkeit - Ein Film aus der
Zukunft" - zu sehen am Sonntag, dem 25. August 2013, um 22.45 Uhr im
"dok.film" in ORF 2 - mit der umstrittenen Endlagerung von atomarem
Müll auseinander und stellt Fragen, die nicht nur Ingenieure,
Geologen und Anthropologen betreffen.

Mehr zum Inhalt

Dank effizienter Verfahren ist es möglich, Müll aus Atomkraftwerken
zwar derart gefahrenlos zu lagern, dass er unmittelbar keine
Bedrohung darstellt, dennoch kann für die Zukunft keine Garantie
gegeben werden. Mit welchen Herausforderungen müssen die Menschen in
einigen Jahrhunderten rechnen? Welche Katastrophe werden Menschen
heraufbeschwören, denen es irgendwann einfallen sollte, die bis dahin
fest verschlossenen Atom-Sarkophage zu öffnen? Darf man zulassen,
dass sich der Schleier des Schweigens über die darin schlummernde
Gefahr breitet, oder muss diese Information nicht vielmehr über
Jahrtausende weitergegeben werden?
Im hohen Norden Finnlands entsteht die Endlagerstätte Onkalo für
atomaren Müll, die nach der Vorstellung der Erbauer 100.000 Jahre
halten soll - mindestens! In 500 Meter Tiefe werden fünf Kilometer
lange Stollen in das eisige Erdreich getrieben. Regisseur Michael
Madsen stellt die auch von Fachleuten kaum zu beantwortende Frage
nach dem Verbleib von radioaktivem Abfall und der damit verbundenen
Verantwortung für die zukünftigen Generationen. Der Dokumentarfilm
wurde bei zahlreichen internationalen Festivals ausgezeichnet. Gelobt
wurde "die tiefgreifende Behandlung des Themas, die filmische
Ausdrucksstärke, die Auseinandersetzung mit brisanten
gesellschaftlichen Themen und das grundsätzliche Hinterfragen der
Problematik."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NRF

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel