• 22.08.2013, 09:16:26
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Wenn der Boss zum Big Brother wird. FCG will Verbot von: Kontrollmaßnahmen, die gegen die Menschenwürde verstoßen!

Spionagesoftware sorgt für lückenlose Überwachung

Utl.: Spionagesoftware sorgt für lückenlose Überwachung =

Wien (OTS/FCG) - Aus Anlass der Diskussion um Edward Snowden und der
weltweiten Datenkontrolle durch den US Geheimdienst NSA, greift AK
Vizepräsident Franz Gosch, Vorsitzender der Steirischen
Christgewerkschafter (FCG) das heiße Eisen des Datenschutzes in den
Betrieben auf und fordert ein gesetzliches Verbot von
Kontrollmaßnahmen, die die Menschenwürde von Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern verletzen.

Da die lückenlose Überwachung aller PC-Aktivitäten mit E-Mail und
Internet technisch möglich ist, wird dies in vielen Unternehmen auch
gemacht. "Alles was an Kontrollen im Netz denkbar ist, ist auch
machbar", sagt AK Vizepräsident Franz Gosch. "Mit Spionagesoftware
ist alles möglich, aber es darf nicht alles erlaubt sein", fordert
Gosch ein generelles Verbot von Kontrollmaßnahmen, die die
Menschenwürde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern berühren.
Viele Programme die am Markt zu haben sind ermöglichen den
Firmenchefs eine lückenlose Prüfung aller PC-Aktivitäten. Neben der
Aufzeichnung besuchter Internet-Seiten, benutzter Programme, der
E-Mails, der Anzahl der Tastenanschläge speichern die Programme auch
andere wichtige Informationen wie PC-Start oder Benutzername. Zumeist
reicht die Eingabe einer Tastenkombination aus, um die Aktivitäten
einzelner oder aller Personen aufzuzeichnen und damit Daten
abzufragen, die auch die Privatsphäre der Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter betreffen und dadurch ihre Menschenwürde berühren. "Zwar
ist jede Form der Überwachung nur mit dem Einverständnis des
Betriebsrates bzw. der betroffenen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
erlaubt, aber wer kann das schon noch überprüfen?", warnt Gosch.
Gerade angesichts der aktuellen Enthüllungen um den
NSA-Spionageskandal werde laut Gosch deutlich, "dass die technischen
Möglichkeiten die aktuellen gesetzlichen Bestimmungen bereits weit
überholt haben."

Gesetze müssen nachgebessert, Privatsphäre und Menschenwürde
geschützt werden.

Gosch sieht sehr wohl Handlungsbedarf für Firmen ihre Daten zu
schützen, die Abwehr von Industriespionage oder der Schutz von
Kundendaten sei absolut notwendig. Aber die Tendenz in gewissen
Unternehmen ganze Belegschaften als Verdächtige einzustufen geht zu
weit. Es geht auch ohne Eingriff in die Persönlichkeitsrechte der
Mitarbeiter. Die Christgewerkschafter fordern daher künftig die
Bestellung von Datenschutzbeauftragten, wie dies in Deutschland
bereits stattfindet. Sie sollen helfen die Firmendaten zu sichern und
die Privatsphäre der Mitarbeiter zu schützen. Darüber hinaus setzt
sich Gosch für ein gesetzliches Verbot von Überwachungsmaßnahmen ein,
die die Menschenwürde von Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern berühren.
"Der Schutz der Privatsphäre und der Menschenwürde von Mitarbeitern
muss in Betrieben einen ebenso hohen Stellenwert einnehmen, wie der
Schutz sensibler Unternehmensdaten. Das muss auch in den
österreichischen Gesetzen klar geregelt werden. Wir brauchen mehr
Respekt für die Privatsphäre der Beschäftigten und eine gesunde
Balance zwischen Arbeit und Privatleben.

AK Vizepräsident Franz Gosch (FCG) setzt auf Dialog statt Kontrolle:
" Arbeitgeber sollten mehr Vertrauen in Ihre Mitarbeiter setzen, das
bringt mehr Motivation und Firmentreue".

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | FCG

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