• 20.08.2013, 09:24:30
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StS Kurz und WKÖ-Präsident Leitl beim Forum Alpbach: Österreich attraktiver für ausländische Fachkräfte machen

Kamingespräch von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und WKÖ-Präsident Christoph Leitl beim Forum Alpbach am 19. August 2013

Utl.: Kamingespräch von Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz
und WKÖ-Präsident Christoph Leitl beim Forum Alpbach am 19.
August 2013 =

Wien (OTS) - - In einem Kamingespräch beim Forum Alpbach formulierten
Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und der Präsident der
Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Christoph Leitl, Strategien, wie
Österreich für ausländische Fachkräfte noch attraktiver werden
könnte. In Österreich gibt es im internationalen Vergleich zwar einen
überdurchschnittlich hohen Anteil an ausländischen Studierenden, von
denen bleiben aber nur wenige nach ihrem Abschluss im Land - zuletzt
waren es nur rund 17 Prozent. In Deutschland sind es im Vergleich
dazu 25, in Kanada sogar 33 Prozent.

"Österreich steht im Wettbewerb um qualifizierte Arbeitskräfte und
muss sich noch besser positionieren, um als Standort attraktiv zu
sein. Gerade ausländische Studierende, die schon seit einiger Zeit in
Österreich leben und sich gut integriert haben, sind ein großer
Gewinn für Österreich", sagte Präsident Leitl.
Integrationsstaatssekretär Kurz sagte: "Ausländische Studierende
bringen wertvolle Sprachkenntnisse und neue Sichtweisen mit. Dieses
Innovationspotenzial wollen wir auch für Österreich nutzen.
Österreich muss konkurrenzfähiger werden."

Für Leitl sei es daher wichtig, den Wirtschafts- und Arbeitsstandort
Österreich bei ausländischen Talenten zu bewerben und qualifizierte
Arbeitskräfte nachhaltig für die Wirtschaft zu gewinnen.
"Studienabsolventen sollen nach ihrem Abschluss attraktive
Perspektiven vorfinden, um ihre Fähigkeiten am österreichischen
Arbeitsmarkt entfalten zu können. Die Verfügbarkeit von Fachkräften
ist ein Schlüsselfaktor für die Wettbewerbsfähigkeit eines Landes und
trägt zur Sicherung der Standortattraktivität bei", betonte Leitl.

Mit der Einführung der "Rot-Weiß-Rot"-Karte wurden deutliche
Erleichterungen für Studienabsolventen geschaffen, sagte
Integrationsstaatssekretär Kurz. So können Absolventen eines Diplom-
oder Masterstudiums nach Abschluss ihres Studiums weitere sechs
Monate in Österreich bleiben, um einen geeigneten Arbeitsplatz zu
suchen. Wenn sie ein Jobangebot mit einem Mindestentgelt von 1.998
Euro pro Monat brutto nachweisen können, das dem Qualifikationsniveau
eines Akademikers entspricht, so können sie die "Rot-Weiß-Rot"-Karte
beantragen. Integrationsstaatssekretär Kurz will die
"Rot-Weiß-Rot"-Karte weiterentwickeln und für Bachelorabsolventinnen
und -absolventen öffnen. Zudem spricht sich Kurz für eine Erhöhung
der Suchzeit für einen Arbeitsplatz - von sechs auf zwölf Monate -
aus und auch beim Mindestgehalt sieht er Diskussionsbedarf.

Außerdem wünscht sich Kurz eine Willkommens- und Betreuungskultur an
Österreichs Behörden und Universitäten zu etablieren sowie die
Bildungs- und Berufsmöglichkeiten für Familienmitglieder
voranzutreiben. "Um Österreich noch attraktiver zu machen, muss die
Willkommenskultur als Querschnittsmaterie in allen Bereichen
etabliert sowie die Mobilität und das interkulturelle Verständnis
gefördert werden", sagte der Staatssekretär.

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