• 14.08.2013, 10:59:34
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FP-Frank: Balkone an straßenseitigen Fronten kaum umsetzbar

Probleme überwiegen die Vorteile!

Utl.: Probleme überwiegen die Vorteile! =

Wien (OTS/fpd) - Im Zuge der neuen Bauordnung sollen nun Balkone auch
an straßenseitigen Fronten zugelassen werden, was bisher nicht der
Fall war. Grundsätzlich ist das Bedürfnis nach Licht und Luft im
Freien für Bewohner nachvollziehbar, doch ergeben sich daraus doch
einige Probleme, erklärt die Wohnbausprecherin der FPÖ-Wien, LAbg.
Henriette Frank.

Wenn SPÖ-Stadtrat Ludwig davon spricht, dass auch Gründerzeithäuser
nachgerüstet werden sollen, so scheine der Denkmalschutz in Wien
keine große Rolle mehr zu spielen. Denn dazu müssten diverse
Dekorteile abgeschlagen werden, die unwiederbringlich verloren
gingen. Zudem wäre der Ensembleschutz - wenn bei Wohnhäusern der
Stadt Wien z.B. Balkone "angehängt würden" und bei privaten etwa
nicht - nicht mehr gewährleistet und das Stadtbild würde darunter
leiden, gibt Frank zu bedenken.

Ein wesentliches Problem sieht Frank jedoch in jenen Wohnhäusern der
Stadt Wien (sozialer Wohnbau), wo im Zuge von Sanierungsmaßnahmen
Balkone angebracht würden. Denn dazu bedürfe es spezieller
Vorrichtungen (Isokörbe), um eine wärmebrückenarme Konstruktion zu
ermöglichen und die Sinnhaftigkeit der Wärmedämmung zu gewährleisten.
Schon jetzt seien die Kosten für die Sanierungsmaßnahmen durch die
Stadt für viele Mieter unerschwinglich. Kämen jetzt noch teure
Balkonkonstruktionen dazu, dann müssten - so wie im Fall
Rosensteingasse - viele Bewohner aus Kostengründen ihre Wohnungen
verlassen, kritisiert Frank weiter.

Zudem gebe es schon jetzt bei vielen Neubauten Balkone, die in kurzer
Zeit dicht gemacht wurden und nun als Loggien zur Wohnraumerweiterung
dienen. Ein oft unschöner Anblick, denn nicht selten würden diese neu
gewonnenen Räume als Lagerplatz für ausrangierte Dinge verwendet.
Hinzu kämen Lärmprobleme, wenn sich die Bewohner - so wie in letzter
Zeit häufig der Fall - nicht an die entsprechenden Regeln halten.
Zusätzlich werde der Balkon wahrscheinlich auch noch zum Grillplatz
umfunktioniert.

"Die Probleme überwiegen die Vorteile! Daher wäre es sinnvoll, den
Menschen vor Beschluss des Gesetzes nicht durch ein bequemes Angebot
falsche Hoffnungen zu machen, die sich in der Realität kaum umsetzen
lassen", schließt Frank. (Schluss) hn

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