- 14.08.2013, 09:41:52
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ÖAMTC: Heuer bereits 61 Motorradfahrer ums Leben gekommen
Club-Experte rät zu defensiver Fahrweise und realistischer Selbsteinschätzung
Utl.: Club-Experte rät zu defensiver Fahrweise und realistischer
Selbsteinschätzung =
Wien (OTS) - Für den morgigen Feiertag sind beste Wetterbedingungen
für eine Motorrad-Tour vorhergesagt. "Motorradfahren ist eine
beliebte Freizeitbeschäftigung. Man sollte aber das damit verbundene
Risiko keinesfalls unterschätzen", sagt ÖAMTC-Verkehrsexperte Markus
Schneider. Dass eine Ausfahrt mit dem Motorrad gefährlich sein kann,
belegen die Zahlen. Laut BMI wurden bis 12. August 2013 in Österreich
61 Motorradfahrer im Straßenverkehr getötet. Zum Vergleich: 2012
waren es 43 im gleichen Zeitraum.
Auch das prognostizierte Schönwetter birgt Gefahrenpotential, wie
der ÖAMTC-Experte erklärt: "Aus der Unfallforschung wissen wir, dass
rund 80 Prozent der Motorrad-Unfälle im Sommer bei trockener Fahrbahn
passieren." Mit ein Grund dafür ist, dass viele Biker das eigene
Können gerade bei sehr guten äußeren Bedingungen nicht realistisch
einschätzen.
Damit ein Ausflug mit dem Motorrad nicht im Krankenhaus endet, hat
der ÖAMTC-Experte einige Tipps parat. "Strecke und Dauer der Tour
müssen dem eigenen Können angepasst werden", rät Schneider. "Außerdem
sollte man unbedingt Abstand und Geschwindigkeit beachten und
generell eine defensive Fahrweise an den Tag legen." Ganz wichtig:
Gerade als Zweirad-Fahrer ist es von Bedeutung, mit etwaigen Fehlern
anderer Verkehrsteilnehmer zu rechnen.
Aber der ÖAMTC-Experte nimmt auch die anderen Kraftfahrer in die
Pflicht. "Fahrzeuglenker müssen im Sommer speziell auf
Freilandstraßen immer mit Bikern rechnen. Das gilt auch für die
Lenker landwirtschaftlicher Nutzfahrzeuge." Eine große Gefahr liegt
in der schlanken Silhouette eines Motorradfahrers, die oft schlecht
sichtbar ist. Das kann beim Einbiegen in Freilandstraßen, beim
Linksabbiegen und beim Überholen schnell zu gefährlichen Situationen
führen. "Gegenseitige Rücksichtnahme ist gerade im Sommer, wenn auf
den Straßen viel los ist, das oberste Gebot", appelliert Schneider
abschließend an alle Verkehrsteilnehmer.
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