• 13.08.2013, 13:03:45
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AK zu Österreich-Aufschlag: Arbeitskosten können Preisunterschiede nicht erklären

Überhöhte Preise auf die Löhne schieben ist respektlos gegenüber den Handelsbeschäftigten

Utl.: Überhöhte Preise auf die Löhne schieben ist respektlos
gegenüber den Handelsbeschäftigten =

Wien (OTS) - Die Lebensmittelpreise sind Preistreiber - und sind in
Österreich um 15 und mehr Prozent teurer als in Deutschland: Das
zeigen die unabhängigen Untersuchungen der AK. "Der Handel kann das
nicht weg reden - wir wollen, dass der Wirtschaftsminister die Gründe
für den Österreich-Aufschlag untersucht", verlangt AK Direktor Werner
Muhm.

Das Argument der höheren Lohnkosten gilt jedenfalls nicht, so die AK:
Selbst nach den Daten der WKO ist der Anteil der Arbeitskosten am
Umsatz in Österreich nur um 3 Prozentpunkte höher, kann also die viel
höheren Preisunterschiede nicht erklären, argumentiert die AK.
Hausdurchsuchungen, Kartellstrafen und Kartellverfahren im Handel
legen vielmehr nahe, dass die überhöhten Preise an der
Marktkonzentration liegen. "Die Preise auf die angeblich hohen Löhne
zu schieben ist angesichts der Kartellverfahren billig und respektlos
gegenüber den ArbeitnehmerInnen", sagt Muhm.

Dem laut WKO um 3 Prozent höheren Arbeitskostenanteil am Umsatz
stehen laut AK Preismonitorings Aufschläge gegenüber von
durchschnittlich 17 Prozent bei günstigsten Lebensmitteln (Wien
Berlin, März, 40 Produkte), 15 Prozent bei identen
Marken-Lebensmitteln (Wien München, April, 47 Produkte) und 30,8
Prozent bei identen Marken-Drogerieprodukten (Wien Köln, März, 166
Produkte). Dass Lebensmittel als Preistreiber die Teuerung anheizen,
stellte im Juni auch die Statistik Austria fest: demnach verteuerten
sich Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke um 4,4 Prozent
gegenüber 2,2 Prozent Inflationsrate insgesamt. "Problematisch ist
die im internationalen Vergleich hohe Marktkonzentration im
Lebensmitteleinzelhandel. Wo eine solche Situation gegeben ist, ist
der Missbrauch einer marktbeherrschenden Stellung oft nicht weit", so
Muhm.

Gerade hat die Bundeswettbewerbsbehörde festgehalten, dass nach
eigenen Erhebungen die Produkte durch die Preisabsprachen um 15 bis
25 Prozent teurer geworden sind. "Dass der Handel unter Druck ist,
ist verständlich. Die Argumentation ist allerdings mehr ein Eigentor
als ein wirksames Argument gegen die AK Preisvergleiche", so Muhms
Resümee.

Ganz grundsätzlich haben angesichts des niedrigen Anteils der
Personalkosten am Umsatz geringe Lohnkostenunterschiede faktisch
keinen Einfluss auf die Kostenstruktur und damit auf die Preise.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKW

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