- 13.08.2013, 11:05:36
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Milchpreise - BZÖ-Huber: "Angekündigte Verbraucherpreiserhöhung an Bauern weitergeben"
"Dieses schwarze Abzock-Regime zu Lasten unserer Bauern muss ein Ende haben"
Utl.: "Dieses schwarze Abzock-Regime zu Lasten unserer Bauern muss
ein Ende haben" =
Wien (OTS) - "Der Konsument wird hemmungslos abgezockt, während
Landwirtschaftsminister Berlakovich tatenlos zusieht wie viele
Landwirte weiter um ihre Existenz kämpfen müssen", kritisierte heute
BZÖ-Agrarsprecher Abg. Gerhard Huber angesichts der medial aufgrund
der Trockenheit der vergangenen Wochen angekündigten
Verbraucherpreiserhöhungen für Milch und Milchprodukte. "Bereits seit
Jahren erleben die Konsumenten Preiserhöhungen bei Milchprodukten,
die weit über der allgemeinen Inflationsrate liegen. So wurde Butter
für die Österreicherinnen und Österreicher seit dem Jahr 2000 um
unglaubliche 47 Prozent, Frischmilch um 43 Prozent teurer, während
der Bauernmilchpreis weiterhin weit unter dem Produktionskosten
liegt", so der BZÖ-Agrarsprecher.
Die Verantwortung hierfür trage die ÖVP, betonte Huber. "Diese ÖVP
hat gemeinsam mit Raiffeisen den gesamten Bauernstand in die
Abhängigkeit getrieben. Bereits heute haben wir die Situation, dass
die österreichischen Bauern von den Raiffeisen-dominierten Molkereien
bedeutend weniger für die Frischmilch bezahlt bekommen als etwa
Bauern in Bayern oder Südtirol. Und das, obwohl der Konsument in
Bayern rund 10 Prozent weniger für Milch und Milchprodukte bezahlt
als in Österreich. Dieses schwarze Abzock-Regime zu Lasten unserer
Bauern muss ein Ende haben", so Huber weiter, der
Landwirtschaftsminister Berlakovich auffordert, sich endlich vor die
Bauern zu stellen und sicherzustellen, dass die von
Raiffeisen-Betrieben wie Bergland oder NÖM gegenüber dem Handel
durchgesetzten Preiserhöhungen zu 100 Prozent an die Landwirte
weitergegeben werden.
"Wir werden mit Argusaugen beobachten, ob der Landwirtschaftsminister
hier seiner Verantwortung nachkommt. Aber auch
Konsumentenschutzminister Hundstorfer ist gefordert, sich im
Interesse der Konsumenten für eine faire Milchpreisgestaltung
einzusetzen. Wir brauchen sowohl faire Produzentenpreise für den
Milchanbieter als auch faire Preise für den Konsumenten", forderte
Huber, der einen Schulterschluss zwischen Konsumenten und der
Bauernschaft einmahnte. "Geben wir unseren Bauern eine faire Chance
und sorgen wir gemeinsam dafür, dass qualitativ hochwertige
Lebensmittel für alle Konsumenten leistbar bleiben und andererseits
für unsere heimischen Landwirte die Basis für eine abgesicherte
Existenz bestehen bleibt", so Huber abschließend.
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