• 13.08.2013, 10:00:32
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Karlheinz Töchterle: Überwiegende Mehrheit der Österreicher schätzt Wissenschafts- und Forschungsstandort Österreich

Wissenschafts- und Forschungsminister zur von Studienautor Ulram erarbeiteten Studie "Bedeutung von Wissenschaft und Forschung für die österreichische Bevölkerung"

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister zur von Studienautor
Ulram erarbeiteten Studie "Bedeutung von Wissenschaft und
Forschung für die österreichische Bevölkerung" =

Wien (OTS) - "Wissenschaft und Forschung haben in Österreich ein weit
besseres Ansehen als gemeinhin angenommen. Die überwiegende Mehrheit
der Österreicherinnen und Österreicher schätzt den Wissenschafts- und
Forschungsstandort Österreich", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle. In der von Studienautor
Dr. Peter A. Ulram im Auftrag des Wissenschafts- und
Forschungsministeriums erarbeiteten Studie zur "Bedeutung von
Wissenschaft und Forschung für die österreichische Bevölkerung"
bezeichnen 78 Prozent der Befragten Österreich als sehr guten oder
ziemlich guten Standort für Wissenschaft und Forschung, rund 80
Prozent halten die Förderung von Wissenschaft und Forschung für eine
sehr wichtige Aufgabe der österreichischen Politik. Sie stimmen
überein, dass Wissenschaft und Forschung unser Leben "leichter,
gesünder und angenehmer" machen. Mehr als zwei Drittel der Befragten
ist außerdem bewusst, dass Wohlstand und wirtschaftliche Entwicklung
in Österreich ohne einen hohen Stand an Wissenschaft und Forschung
gefährdet sind. "Dem sind wir in den vergangenen Jahren gerecht
geworden", verweist Töchterle etwa auf die Hochschul-Milliarde, die
Unibauten, den Fachhochschulausbau, die langfristige Finanzierung des
IST Austria und die zahlreichen Maßnahmen für
Nachwuchswissenschaftler/innen. "Diesen Weg müssen wir konsequent
weiter gehen - im Sinne einer weiteren Stärkung des Standortes."

Was sich in der Studie ebenso zeigt: Ein Drittel der Befragten ist
stolz auf österreichische Spitzenleistungen in der Forschung. Vor
allem in den Bereichen Medizin, Technik und Naturwissenschaften.
Warum ist es "nur" ein Drittel? Eine mögliche Antwort findet sich in
zwei weiteren Studienergebnissen: Zwar fühlen sich 45 Prozent der
Befragten sehr gut bzw. gut über Entwicklungen in Wissenschaft und
Forschung informiert, 70 Prozent meinen aber, dass sich
Wissenschaftler und Forscher einer unverständlichen Fachsprache
bedienen, und 65 Prozent halten Wissenschaft und Forschung für so
kompliziert, "dass Leute wie ich gar nicht mehr folgen können". Das
heißt: "Wissenschaft und Forschung müssen noch verständlicher
kommuniziert werden", so Töchterle. Das Wissenschafts- und
Forschungsministerium hat diesbezüglich gezielte Formate entwickelt -
sowohl, um verschiedenen Bevölkerungsgruppen den Zugang zu
Wissenschaft und Forschung zu ermöglichen; als auch, um
Wissenschaftler/innen und Forscher/innen bei ihren
Kommunikationsaktivitäten zu unterstützen. Beispielsweise mit den vom
BMWF seit 2008 angebotenen Medientrainings, von denen bisher rund 300
Wissenschaftler/innen profitiert haben.

Gezielte Formate des Ministeriums (zum Teil mit weiteren Partnern),
um verschiedene Bevölkerungsgruppen mit Wissenschaft und Forschung in
Berührung zu bringen:
+ Nachwuchsförderprogramm "Sparkling Science", mit dem bereits mehr
als 45.000 Jugendliche erreicht wurden (BMWF investiert jährlich drei
Millionen Euro)
+ "Young Science" - Zentrum für die Zusammenarbeit von Wissenschaft
und Schule: Es unterstützt u.a. die Anbahnung und Durchführung von
Kooperationsprojekten.
+ "Kinderuniversitäten": Werden jährlich vom BMWF mit einer halben
Million Euro unterstützt.
+ "ScienceSlam": Innovatives Konzept moderner, niederschwelliger
Wissenschafts-kommunikation, initiiert von Bernhard Weingartner und
seinem Team, vom BMWF unterstützt.
+ "Lange Nacht der Forschung": Aktuell laufen die Vorbereitungen zur
nächsten Langen Nacht der Forschung, die am 4. April 2014
österreichweit stattfinden wird.
+ Forschungsschiff "MS Wissenschaft": Macht auch heuer wieder vom 6.
bis zum 17. September in Österreich Station, wird vom BMWF und
Wissenschaftsfonds FWF unterstützt.
+ "Science Goes Public": Die Aula der Wissenschaften wurde mit
verschiedenen Formaten wie dem "Science Talk" zu einem Zentrum der
Wissenschaftskommunikation ausgebaut.
+ "Wissenschaftsbücher des Jahres": Zuletzt haben sich 27.000
Personen an der Wahl beteiligt.
+ "Wissens-Trolley", der wertvolle Kinder- und Jugendsachbücher an
Schulen bringt.
+ "Wissen finden": Die vom BMWF initiierte Online-Plattform hat zum
Ziel, Informationen über die Wissenschafts- und Forschungslandschaft
Österreichs zu bündeln, zu vernetzen und verstärkt sichtbar zu
machen.

In der Bevölkerung gibt es laut der Studie ein hohes Maß an
Zustimmung, für Wissenschaft und Forschung mehr Geld in die Hand zu
nehmen. Neben der zweifellos notwendigen und unabdingbaren
Finanzierung der öffentlichen Hand gibt es auch Potenzial für mehr
private Mittel. Um dieses Potenzial auszuschöpfen, soll u.a. die
Verwendung von "Matching Funds" (aktuell gibt es sie bspw. im Rahmen
der Hochschulraum-Strukturmittel, weiters sind sie Bestandteil des
IST Austria-Finanzierungsmodells) ausgeweitet werden.

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