• 12.08.2013, 14:40:42
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AKNÖ fordert mehr Gerechtigkeit beim Strompreis!

Vizepräsident Wieser: "Tarife für Haushalte müssen noch billiger werden"

Utl.: Vizepräsident Wieser: "Tarife für Haushalte müssen noch
billiger werden" =

Wien (OTS/AKNÖ) - Seit Monaten befindet sich der Großhandelspreis für
Strom im Sinkflug. Ab September senken endlich auch die
Energieanbieter ihre Tarife, wenngleich mit 3,6 Prozent bei der EVN
in Niederösterreich eher moderat: "Ein Schritt in die richtige
Richtung, aber die Preissenkung könnte durchaus höher ausfallen",
sagt AKNÖ-Vizepräsident Markus Wieser und fordert eine gerechtere
Preisgestaltung.

Die AKNÖ verweist seit Jahren auf die zu hohen Stromkosten. Alleine
binnen der letzten 18 Monate ist der Preis für Strom am Weltmarkt um
rund 25 Prozent gesunken. Erst jetzt geben die heimischen
Energieanbieter diesen Vorteil an die Haushalte weiter, allerdings in
bescheidenerem Ausmaß. Immerhin um 10 Prozent senkt der Verbund ab 1.
September seinen Stromtarif, die Energieallianz und somit auch die
EVN nur um 3,6 Prozent.

Generell ortet die AKNÖ eine Schieflage bei der Finanzierung der
Energiewende. Während die Industrie nur sechs Prozent der
Ökostromförderung finanziert, zahlen die Haushalte bis zu 40 Prozent,
was sich mit 64 Euro pro Jahr im Haushaltsbudget niederschlägt.
"Diese Zahlen zeigen, wie notwendig eine gerechtere Tarifgestaltung
zugunsten der privaten Haushalte ist, denn derzeit ist die Industrie
dank satter Rabatte und Ausnahmen stark begünstigt. Hingegen sind die
einkommensschwachen Familien besonders benachteiligt", sagt Markus
Wieser. Ein geeignetes Mittel für faire Tarife wäre die von der AKNÖ
schon lange geforderte Beweislastumkehr, wonach die Anbieter
nachweisen müssen, dass die Preise auch angemessen sind.

AKNÖ-Energieexperte Robert Staudinger verweist auf den Tarifrechner
für Strom und Gas unter noe.arbeiterkammer.at/konsumentenschutz: "Bei
einem durchschnittlichen Jahresverbrauch eines Haushalts von 3.000
Kilowattstunden können durch einen Anbieterwechsel bis zu 100 Euro
pro Jahr gespart werden. Die Preisänderungen im September sind eine
gute Gelegenheit, wieder einmal die Kosten zu vergleichen."

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | AKN

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