• 12.08.2013, 13:26:33
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LH Pröll und BK Faymann: 216 Millionen Euro für Hochwasserschutz entlang der Donau in NÖ

Fertigstellung um vier Jahre früher als geplant

Utl.: Fertigstellung um vier Jahre früher als geplant =

St. Pölten (OTS/NLK) - Der Hochwasserschutz entlang der Donau in
Niederösterreich soll um vier Jahre früher als geplant - d. h. 2019
statt 2023 - fertiggestellt werden. Insgesamt werden 216 Millionen
Euro zur Verfügung gestellt. 50 Prozent der Kosten trägt der Bund, 30
Prozent das Land, 20 Prozent die Gemeinden. Das haben heute
Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll, Bundeskanzler Werner Faymann,
Bundesministerin Doris Bures und Landesrat Dr. Stephan Pernkopf in
einer gemeinsamen Pressekonferenz im Landhaus in St. Pölten bekannt
gegeben.

Das Hochwasser 2013 habe rund 100 Millionen Euro an Schäden
verursacht, im Jahr 2002 seien es rund 240 Millionen Euro an Schäden
gewesen, berichtete Landeshauptmann Pröll. Seit dem Jahr 2002 habe
man eine Reihe von Baumaßnahmen getätigt, die größere Schäden
verhinderten. So habe man etwa in Ybbs im Jahr 2002 einen Schaden von
39 Millionen Euro hinnehmen müssen, heuer habe es keine Schäden
gegeben, so Pröll: "In den Hochwasserschutz in Ybbs haben wir 24
Millionen Euro investiert, und diese Investitionen haben sich
gelohnt."

Nun habe man zwischen dem Bund und dem Land vereinbart, alle
Kräfte für einen schnelleren Ausbau des Hochwasserschutzes zu
mobilisieren, meinte Pröll: "Wir werden die Ausbaumaßnahmen nicht wie
ursprünglich geplant bis 2023 umsetzen, sondern bis 2019." Darüber
hinaus sei vereinbart worden, für Sanierungsmaßnahmen bei bestehenden
Hochwasserschutzanlagen entlang der Donau 12 Millionen Euro zur
Verfügung zu stellen, für die Generalsanierung des
Marchfeldschutzdammes werden 80 Millionen Euro bereitgestellt. Mit
all diesen Maßnahmen werde nicht nur der Hochwasserschutz rascher
vorangetrieben, sondern diese Maßnahmen hätten durch die Aufträge für
die Wirtschaft auch konjunkturelle Auswirkungen, so Pröll.

Im Blick auf das Hochwasser 2013 informierte der Landeshauptmann,
dass bereits drei Tage nach dem Hochwasser erste Auszahlungen erfolgt
seien. Bisher seien 1.274 Schadensmeldungen eingelangt, rund acht
Millionen Euro seien bis jetzt ausbezahlt worden. Pröll bedankte sich
auch für den Spendenbereitschaft, rund 1,8 Millionen Euro seien
eingegangen: "Mein Dank gilt auch unseren Partnern Raiffeisen
Niederösterreich, Bundesland Vorarlberg und Hypobank
Niederösterreich."

Bundeskanzler Werner Faymann verwies in seiner Stellungnahme auf
die "enge und gute Zusammenarbeit" zwischen Niederösterreich und dem
Bund. "Jeder zweite Österreicher wohnt im Bereich des Donauraumes.
Daher ist es besonders wichtig, dass man nach dem Rückgang eines
derartigen Hochwassers die richtigen Maßnahmen setzt, um sich so
vorzubereiten, dass beim nächsten Mal ein noch besserer Schutz
existiert." Darum wolle man gerade jetzt die "richtigen Schritte
setzen".

Das Konjunkturpaket des Bundes beinhalte eine Reihe von wichtigen
Baumaßnahmen, zu denen auch das Vorziehen von Maßnahmen im Bereich
des Hochwasserschutzes liege, so Faymann: "Um diese Maßnahmen
vorzuziehen, benötigt es zusätzliche Mittel, und diese haben wir
vorgesehen."

Der beschleunigte Ausbau des Hochwasserschutzes schaffe rund 700
zusätzliche Arbeitsplätze in Niederösterreich, sagte Bundesministerin
Bures, die auch auf die technischen Herausforderungen im Zusammenhang
mit der Errichtung des Hochwasserschutzes verwies.

Niederösterreich setze auch stark auf den ökologischen
Hochwasserschutz, berichtete abschließend Landesrat Pernkopf über
umfangreiche Investitionen etwa in Rückhaltebecken bei den
Zubringerflüssen, die Mittel dafür sollen von 34 auf 58 Millionen
Euro erhöht werden.

Zehn Hochwasserschutzprojekte sind in Niederösterreich entlang der
Donau bereits fertig gestellt: Ybbs, Mautern, Emmersdorf Luberegg
(nur Schloss), Spitz, Weissenkirchen, Rossatz (teilweise),
Tullnerfeld Nord, Klosterneuburg und Fischamend. In Bau bzw. Planung
und Vorbereitung befinden sich Marbach, Korneuburg, St. Pantaleon,
Emmersdorf, Aggsbach Markt, Aggsbach Dorf, Bad Deutsch Altenburg,
Rossatz, Ybbs Sarling, Ybbs Kemmelbach/Neumarkt, Dürnstein,
Persenbeug-Gottsdorf/Hagsdorf, Melk und Krems Stein.

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