"Die Frau mit einem Schuh": Michael Glawoggers erster Fernsehfilm

ORF-Landkrimi Niederösterreich mit Nina Proll, Karl Fischer, Robert Palfrader, Johannes Krisch, Edita Malovcic u. v. m.

Wien (OTS) - "Ich hab noch nie einen Fernsehfilm gemacht", verrät Regisseur Michael Glawogger im Rahmen der Dreharbeiten zu seinem ersten fiktionalen TV-Debüt "Die Frau mit einem Schuh" am Donnerstag, dem 8. August 2013, in Wiener Neustadt in Niederösterreich. Der gebürtige Steirer, der aber in Niederösterreich lebt und vor allem dem Kinopublikum mit seinen Dokumentarfilmen wie "Whore's Glory" ein Begriff ist, zeichnet neben der Regie auch für das Drehbuch verantwortlich. Im zweiten ORF-Landkrimi (nach Wolfgang Murnbergers "Steirerblut") wird Niederösterreich zum Tatort. Die Idylle rund um den Ort Pitten wird durch einen rätselhaften Mord erheblich gestört. Und auch der eher eintönige Polizeialltag von Dienststellenleiterin Franzi alias Nina Proll und ihrem älteren Kollegen Michael, dargestellt von Karl Fischer, verändert sich schlagartig durch den Fund mehrerer Leichenteile. An der Seite des Ermittlerduos Proll und Fischer spielen weiters Robert Palfrader als Franzis Lebensgefährte sowie Edita Malovcic (stand zuletzt für "Blutsschwestern" vor der Kamera), Johannes Krisch, Wolf Bachofner (dreht auch "Die Detektive"), Wolfgang Hübsch, Ingrid Burkhard, Michou Friesz und Hary Prinz, der im steirischen Landkrimi "Steirerblut" den leitenden Ermittler spielte und jetzt nach Niederösterreich versetzt wurde. Die Dreharbeiten laufen noch bis Mitte August. Neben Pitten und Wiener Neustadt wird u. a. auch in Schwarzau, Bad Erlach, Baden, Bad Fischau und Lanzenkirchen gedreht.

Michael Glawogger: "Eine Art 'Fargo' im Sommer"

"Es geht um Leichenteile und Leidenschaften. Es ist eine Art 'Fargo' im Sommer. Es geht um eine intelligente, aber gelangweilte Landpolizistin, der es nur recht ist, dass auch einmal was passiert", erklärt Michael Glawogger und verrät: "Es ist mein erster Fernsehfilm. Die zwei Sachen, die mich so überzeugt haben oder was für mich so spannend war, sind, dass ich zum einen selber das Drehbuch schreiben konnte und dass es sich um einen Landkrimi handelt - sprich regionalbezogen ist. Sozusagen eine lokale Sprache möglich ist", erklärt Michael Glawogger. Der gebürtige Steirer, der nun in seiner Wahlheimat Niederösterreich dreht, kostet den Heimvorteil voll aus: "Das Heimspiel ist ein Segen - und zwar in allen Dingen. Die Leute halten alle zusammen und haben eine Freude und helfen auch gerne. Und natürlich ist es auch für mich ein Vorteil, weil ich mich auskenne. Ich habe 95 Prozent Motive so geschrieben, dass ich genau wusste, wo wir dann drehen. Hier gibt es beispielsweise einen Automechaniker bei einer alten Fabrik - die schaut aus wie in so einem Südstaatenkrimi. Wir hätten nie das Geld, so etwas herzustellen, aber wenn man weiß, dass es das gibt, kannst du es gut verwenden."

Nina Proll: "Es ist eine Traumrolle"

Nina Proll, die selbst im Waldviertel aufgewachsen ist, über den Niederösterreich-Landkrimi: "Es ist eine Traumrolle. Michael Glawogger hat eine Figur geschaffen - ohne mich zu kennen - die mir sehr entgegenkommt. Es macht mir wahnsinnig Spaß und die Rolle fällt mir sehr leicht und ich finde mich in diversen Szenen wieder -natürlich nicht in allen." Und weiter: "Der Film ist aufgehängt auf einem Kriminalfall, wo verschiedene Leichenteile gefunden werden. Nachdem in 'unserem' Dorf eher nie was los ist, ist das für die ansässige Polizei natürlich eine Riesensache."

Nina Proll und Robert Palfrader: Vom Liebespaar über Geschwister bis hin zu Lebensgefährten

"Ich hab schon Ninas Liebhaber gespielt in "Braunschlag", ihren Bruder in "Dampfnudelblues", spiele jetzt ihren Lebensgefährten - die logische Konsequenz ist, im nächsten Film spielt sie meine Mutter", erklärt Robert Palfrader. Und auch Nina Proll freut sich über die erneute Zusammenarbeit: "Ich hab mich sehr gefreut, wie ich gehört habe, dass er die Rolle übernimmt. Wie ich die Rolle von Robert gelesen habe, war ich mir nicht sicher, ob das nicht eher eine langweilige Rolle ist - ein arbeitsloser Pantoffelheld. Aber diese Besetzung war eine Superwahl."

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In einem Schotterteich schwimmt blondes Haar - keine Perücke, ein echter Skalp. Und in einer Hühnerfarm hacken die Hendln an einer abgetrennten Hand herum. Dienststellenleiterin Franzi (Nina Proll) und ihr älterer Kollege Michael (Karl Fischer) sehen sich mit einem Puzzle von Leichenteilen konfrontiert. Die Zentrale in Wiener Neustadt stellt fest, dass sie von derselben Person stammen. Aber welcher? Seit dem Ausbruch aus der nahegelegenen Vollzugsanstalt vor einem Jahr ist in der Gegend nichts passiert. Dann taucht der sonderbare Mechaniker Gerry (Johannes Krisch) mit einem blauen Kombi auf, der damals eine Rolle spielte. Zufall? Oder gibt es einen Zusammenhang?

"Die Frau mit einem Schuh" ist eine Produktion der LOTUS Film GmbH für ORF, gefördert von Fernsehfonds Austria und dem Land Niederösterreich.

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