• 11.08.2013, 10:40:58
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Mitterlehner: "Jugendliche mit Migrationshintergrund stärker einbinden"

Jugendminister zu Tag der Jugend: Allen Jugendlichen Chance geben, ihre Anliegen zu formulieren - Unterstützung mit Lehrlings-Coaching, mehr Berufsorientierung und WIK:I-Trainern

Utl.: Jugendminister zu Tag der Jugend: Allen Jugendlichen Chance
geben, ihre Anliegen zu formulieren - Unterstützung mit
Lehrlings-Coaching, mehr Berufsorientierung und WIK:I-Trainern =

Wien (OTS/BMWFJ) - Am morgigen 12. August findet der von den
Vereinten Nationen im Jahr 1999 festgelegte "Internationale Tag der
Jugend" statt, der im Jahr 2013 das Thema Migration in den
Mittelpunkt stellt. "Das ist ein besonders wichtiges Thema, weil
junge Menschen mit Migrationshintergrund in manchen Bereichen noch
kaum berücksichtigt und teils als Problem wahrgenommen werden. In
unserer Jugendstrategie widmen wir uns daher einer Politik für alle
Jugendlichen und wollen aus Betroffenen Beteiligte machen, indem wir
zum Beispiel Bewerbung und Jobsuche erleichtern und die Mitbestimmung
ausbauen", sagt Wirtschafts- und Jugendminister Reinhold
Mitterlehner. "Die Chance zur Mitbestimmung und Mitarbeit an
gemeinsamen Lösungen muss auch jenen Jugendlichen eröffnet werden,
die sich, aus welchen Gründen auch immer, schwer tun, ihre Anliegen
zu formulieren oder Gehör zu verschaffen", so Mitterlehner. So gelte
es etwa, bei der Zusammensetzung von Beteiligungsprojekten auch auf
eine ausreichend starke Vertretung von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund zu achten.

Eine weitere Herausforderung ist die Integration von Jugendlichen mit
Migrationshintergrund in das Ausbildungs- und Beschäftigungssystem.
"Österreich hat ein hoch entwickeltes System der beruflichen
Erstausbildung, das wir mit unserem Coaching-Programm für Lehrlinge
und Lehrbetriebe weiter verbessern. Damit wollen wir mehr positive
Abschlüsse bei der Lehrabschlussprüfung ermöglichen und die Zahl der
Ausbildungsabbrüche verringern. Die Coaches helfen bei Problemen und
sind Ansprechpartner für Betrieb, Berufsschule und Lehrling", betonte
Mitterlehner. Darüber hinaus müssten die Angebote für die Bildungs-
und Berufsorientierung ausgebaut werden. "Aufgrund des
demographischen Wandels müssen wir die Treffsicherheit der
Ausbildungsangebote erhöhen und die Potenziale der Jugend besser
nützen", betont Mitterlehner.

Auch bei der Weiter- oder Neuentwicklung von Maßnahmen ist darauf zu
achten, die Stärken der jungen Menschen in den Vordergrund zu rücken
und nicht nur die Defizite zu bekämpfen. Ein etwaiger Mangel an
sprachlichen Fähigkeiten werde häufig durch andere Kenntnisse und
Erfahrungen aufgewogen, wenn diese Stärken sichtbarer gemacht werden.
Ein Projekt des Jugendministeriums, das genau darauf abzielt ist das
Pilotprojekt "WIK:I". Es soll jungen Menschen helfen, kurz und
prägnant darzustellen, "Was ich kann". Viele junge Menschen erwerben
in ihrer Freizeit Kenntnisse und Fähigkeiten. Mag es das Managen der
eigenen Musikgruppe, die Arbeit im Jugendzentrum oder das Schreiben
von Blogs sein. Diese Erfahrungen und die dabei entwickelten
Kompetenzen sind auch für Arbeitgeber von Interesse. Ausgebildete
WIK:I Trainer/innen erarbeiten daher mit den Jugendlichen, wie sie
die außerhalb der Schule gesammelten Erfahrungen und Kompetenzen in
Bewerbungssituationen einbringen können. Derzeit läuft ein
Modellversuch unter Beteiligung der Lehrlingsbeauftragten von
Infineon, Spar und Opel.

Das neue Projekt wird im Herbst 2013 zunächst in Niederösterreich als
Pilot starten und soll ab 2014 österreichweit ausgerollt werden.
"WIK:I geht auf die persönlichen Erfahrungen Jugendlicher ein. Es ist
ein niederschwelliges Modell und so auch für Jugendliche mit
unterschiedlichem sprachlichen oder kulturellen Hintergrund
zugänglich", betont Mitterlehner. "Wir wollen damit auch das
freiwillige Engagement fördern, weil gerade sozial und
gesellschaftlich engagierte Jugendliche bei Bewerbungen Vorteile
haben werden, wenn 'soft skills' wie Teamkompetenz im Berufsleben
besser anerkannt werden", so Mitterlehner.

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