• 09.08.2013, 11:27:33
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Binder-Maier/Stadler/Königsberger-Ludwig: SPÖ fordert 1.500 Euro Mindestlohn für Vollzeitjobs in allen Branchen

SPÖ-Frauen starten mit der "Superheldin" in den Wahlkampf

Utl.: SPÖ-Frauen starten mit der "Superheldin" in den Wahlkampf =

St. Pölten (OTS) - "Mit der Aktion 'Superheldin' wollen wir
aufzeigen, wie viel Frauen leisten. Durchschnittlich leistet jede
Frau pro Jahr 1.400 Stunden an unbezahlter, privater Arbeit. Für uns
sind deshalb alle Frauen 'Superheldinnen'", so
SPÖ-Landesfrauenvorsitzende NRin Gabriele Binder-Maier. "Die SPÖ will
die Leistungen von Frauen hervorheben, mit ihnen ins Gespräch kommen
und wir wollen unsere politischen Ziele vorstellen. Denn es müssen
noch viele Hindernisse aus dem Weg geräumt werden, damit Frauen das
Leben führen können, das sie selbst wählen. Es gilt, für viele
Lebensentwürfe Rahmenbedingungen durch Vielfalt und Möglichkeiten zu
schaffen", erklärt der gf. SPÖ NÖ Landesparteivorsitzende Mag.
Matthias Stadler.

In allen NÖ Bezirken wird es deshalb Aktionen mit der "Superheldin",
einer Aufstellfigur zum Fotografieren, geben. Vom Fest für
Superheldinnen, Straßen- und Verteilaktionen über Einladungen zum
Verwöhnen lassen bis hin zu Coffee-to-go-Aktionen mit der Jungen
Generation sind die Veranstaltungen vielfältig. "Die Termine auf
unserer Homepage werden täglich aktualisiert", so Binder-Maier:
"Folder, Schlüsselanhänger und Autoaufkleber können auch bestellt
werden. Telefonisch unter 02742/2255 oder unter
www.noe-frauen.spoe.at. Besonders interessant wird auch die Kick-Off
Veranstaltung am Sonntag, den 25. August im Flugzeugmuseum in Wr.
Neustadt mit der NÖ-Spitzenkandidatin für die SPÖ, Bundesministerin
Gabriele Heinisch-Hosek mit dem Titel: 'Wahl 2013: Informieren.
Mobilisieren. Überzeugen.'"

Um Frauen zu entlasten, soll der Ausbau der Kinderbetreuungsplätze
vorangetrieben werden, so Matthias Stadler:
"Kinderbetreuungseinrichtungen ab dem ersten Lebensjahr ermöglichen
Eltern, Beruf und Familie zu vereinbaren, die Kinder werden gefördert
und gefordert." Als Ziel in der Kinderbetreuung ist das
Barcelona-Ziel anzustreben. Das bedeutet eine Betreuungsquote von 33
Prozent bei den Kindern bis zu zwei Jahren und eine Betreuungsquote
von 90 Prozent bei den Drei- bis Fünf-Jährigen: "In NÖ liegt diese
Quote bei den bis zu Drei-Jährigen bei 21,2 Prozent - d.h. es fehlen
niederösterreichweit rund 5.000 Kleinkinderbetreuungseinrichtungen",
sagt Stadler. Auch der Papamonat solle vielen Vätern ermöglicht
werden, erklärt Stadler: "Väter wollen ebenfalls eine Bindung zu
ihren Kindern aufzubauen und die ersten Entwicklungsschritte hautnah
miterleben."

Die Tatsache, dass Männer meist höhere Einkommen haben, ist das
wichtigste Argument für die traditionelle Rollenaufteilung. Dazu
kommt die schlechte Vereinbarkeit von Beruf und
Familienbetreuungspflichten. Frauen haben deshalb oft keine andere
Wahl, als sich für eine Teilzeitbeschäftigung zu entscheiden. Laut
Statistik Austria wollten nur 19 Prozent der teilzeitbeschäftigten
Erwerbstätigen keine Vollzeitbeschäftigung. 38 Prozent mussten wegen
Betreuung von Kindern bzw. pflegebedürftigen Erwachsenen einer
Teilzeitarbeit nachgehen, neun Prozent haben keine Vollzeitstelle
gefunden. Dazu hat Teilzeitarbeit auch Auswirkungen auf die
Pensionen. "22 Prozent der vollzeitbeschäftigten Frauen verdienen
weniger als 1.500 Euro. Niemand soll für einen Vollzeitjob weniger
als 1.500 Euro bekommen - deshalb fordert die SPÖ ein
Brutto-Mindestgehalt in dieser Höhe", so NR Ulrike
Königsberger-Ludwig: "Viele Frauen sind in Dienstleistungsberufen
beschäftigt, die schlecht bezahlt werden. Das soll sich ändern, weil
eine Pflegehelferin genauso schwer arbeitet wie ein Bauarbeiter." Bei
den Vollzeitbeschäftigten verdienen Frauen im Schnitt um ein Fünftel
weniger als Männer. Die Einkommensschere schließt sich, aber zu
langsam.

Die SPÖ-Frauen wollen:
- Einen Brutto-Mindestlohn von 1.500 Euro für alle Branchen
- Gleicher Lohn für gleiche Arbeit
- Familienbeihilfe massiv erhöhen
- Mindestens 100 Millionen Euro für Kinderbetreuungsplätze
- Mehr Väter in Karenz

Die wichtigsten Errungenschaften der vergangenen Jahre auf einen
Blick:
- Einkommenstransparenz für mehr Lohngerechtigkeit
- 30.000 neue Kinderbetreuungsplätze
- Einkommensabhängiges Kinderbetreuungsgeld
- Besserer Gewaltschutz
- PendlerInnenpauschale für Teilzeitkräfte
- Eingetragene PartnerInnenschaft
- Frauenquoten in staatsnahen Unternehmen

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