- 09.08.2013, 09:56:31
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VIER PFOTEN klärt auf: Das sollten Wanderer über Kühe wissen

Wien (OTS) - Unfälle von Wanderern mit Kühen sind leider auch in der
heurigen Almsaison keine Seltenheit. Dabei sind Kühe eigentlich
äußerst friedfertige Tiere. VIER PFOTEN gibt Tipps zur Vermeidung von
Risiken und für einen maximalen Wanderspaß.
Biologisch betrachtet, sind Rinder Fluchttiere, die bei Gefahr
weglaufen. Nur, wenn es keinen Fluchtweg gibt oder sie ihre Jungtiere
verteidigen, können diese so friedlichen Tiere mit einem Angriff
reagieren.
"Kühe haben einen sehr starken Mutterinstinkt", erklärt Indra
Kley, Kampagnenmitarbeiterin von VIER PFOTEN. "Daher gilt als erste
Regel: Wenn Wanderer Muttertiere mit ihren Kälbern sehen, sollten sie
einen großen Bogen um die Kuh-Herde machen." Viele Zwischenfälle,
bei denen Wanderer verletzt werden, hätten auf diese Weise vermieden
werden können, meint Kley.
Abgesehen davon hilft es, sich ein paar einfache Regeln zu Herzen
zu nehmen, um eine Wanderung auch ohne unerfreuliche Zwischenfälle
genießen zu können:
- Am besten man klärt schon vor der Wanderung ab, ob diese über
Weiden führt und sucht gegebenenfalls nach alternativen Routen. Das
gilt vor allem, wenn Hunde mit von der Partie sind.
- Grundsätzlich sollte man markierte Wege nicht verlassen und ein
achtsames Verhalten an den Tag legen.
- Ist die Überquerung einer Weide unvermeidlich, rät VIER PFOTEN,
sich ruhig zu verhalten und begleitende Hunde unbedingt anzuleinen.
Hunde stellen natürliche Feinde für Rinder dar und können deren
angeborenes Abwehrverhalten auslösen, sodass eine ursprünglich
friedfertige Kuh-Herde bedrohlich reagieren kann.
- Die Begegnung mit Tieren in der freien Natur ist ein
beeindruckendes Erlebnis und kann den Wunsch nach Kontakt bewirken.
Doch auch wenn das Kälbchen noch so herzig scheint, darf es nicht
berührt oder gefüttert werden, da dies den starken Schutzinstinkt
seiner Mutter vermehrt wecken könnte. Vielmehr ist generell zu allen
Rindern auf der Weide größtmöglicher Abstand zu halten.
- Lärmendes Verhalten, das Imitieren von Kuhlauten und ruckartige
Bewegungen bzw. spontanes Umherlaufen sollten in jedem Fall
unterlassen werden.
- Die Körperhaltung der Tiere ist sehr aufschlussreich: Ein Senken
des Kopfes in einer Konfrontation ist eine eindeutige Drohgebärde. In
einem solchen Fall sollte man so ruhig wie möglich zurückweichen und
die Alm verlassen.
Berücksichtigt man diese wenigen einfachen Verhaltensregeln, so
kann ein Restrisiko, das bei einem Zusammentreffen mit Tieren nie
ganz auszuschließen ist, minimiert werden. "Ein respektvoller Zugang
zur Natur und ihren Lebewesen ist jedenfalls die beste Voraussetzung
für ein sommerliches Wandervergnügen", so Indra Kley.
VIER PFOTEN ist eine international tätige Tierschutzorganisation
mit Hauptsitz in Wien. Die 1988 von Heli Dungler gegründete
Organisation setzt sich mit nachhaltigen Kampagnen und Projekten für
den Tierschutz ein. Grundlagen dafür sind wissenschaftliche
Expertise, fundierte Recherchen sowie intensives nationales und
internationales Lobbying. Der Fokus liegt auf Tieren, die unter
direktem menschlichen Einfluss stehen: Streunerhunde und -katzen,
Labor-, Nutz-, Wild- und Haustiere sowie auf Bären, Großkatzen und
Orang-Utans aus nicht artgemäßer Haltung. Mit Niederlassungen in
Österreich, Belgien, Bulgarien, Deutschland, Großbritannien,
Niederlande, Rumänien, Schweiz, Südafrika, Ungarn, Ukraine und den
USA sorgt VIER PFOTEN für rasche und direkte Hilfe für Tiere in Not.
2013 feiert die Organisation ihr 25-jähriges Jubiläum.
www.vier-pfoten.at
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