SPÖ Kärnten: Verdacht auf illegale FPÖ-Parteienfinanzierung. Was macht Strache?

Seiser: Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung bei FPÖ durch FP-nahe Firmen erhärtet sich. FP-Strache hat erhöhten Erklärungsbedarf und muss in seiner Partei endlich aufräumen.

Klagenfurt (OTS) - "Wo Blau regiert, wird abkassiert!", dieser Eindruck verstärke sich immer mehr, wenn man sich die neuerlichen Berichte über den scheinbar nicht enden wollenden FPÖ-Sumpf aus Skandalen, fragwürdigen Zahlungsvorgängen und Korruptionsvorwürfen vor Augen halte, so SPÖ-Klubobmann LAbg. Herwig Seiser in einer ersten Reaktion auf den heutigen Bericht im "Standard".

Dienstag und Mittwoch führte die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft weitere Hausdurchsuchungen durch. Im Fokus der Ermittler stehen wieder zwei FP-nahe Werbefirmen, die "Ideen Schmiede GmbH" und die "Textacy Werbeagentur GmbH", berichtet heute der Standard.

Deren langjähriger Geschäftsführer ist der Kärntner Freiheitliche Thomas Sila, der laut WKStA-Sprecher Erich Mayer in diesem Zusammenhang als Beschuldigter geführt wird.
In der Causa geht es wie schon bei der FP-Werbeagentur "Connect" um den Verdacht der Untreue, mögliche Scheinrechnungen und vermutete Kickbackzahlungen.
In der Anzeige bei der Staatsanwaltschaft, die im Juni eingebracht wurde, wird der Verdacht auf illegale Parteienfinanzierung, Geldwäsche sowie Vergabeabsprachen geäußert.

Die Geschäftsvereinbarungen zwischen der "Ideenschmiede" und den Kärntner Freiheitlichen soll Anwalt Christian Leyroutz, mittlerweile FPÖ-Klubobmann gefertigt haben, so der Standard.
Leyroutz findet sich laut Anzeige neben FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl, FPÖ-Bundesgeschäftsführer Hans Weixelbaum sowie Uwe und Kurt Scheuch als stiller Gesellschafter der Sila-Firmen wieder, heißt es im "Standard"-Bericht.

"Warum überrascht es mich nicht, den Name Leyroutz in diesem Zusammenhang zu hören?, fragt sich Seiser.

Nun sei aber der jüngste FPÖ-Skandal auch bei FPÖ-Chef Strache angekommen, der nun erhöhten Erklärungsbedarf habe und augenblicklich tätig werden müsse, wenn er seinen Ruf retten und nicht in diesen Skandal hineingezogen werden wolle.

"Wenn die Strache-FPÖ immer Transparenz fordert und von sich selbst behauptet, sie habe nichts zu verbergen, dann hat Strache jetzt Gelegenheit, das unter Beweis zu stellen", so Seiser.

Leyroutz, Strache und ihren blauen Freunde müssen jetzt Farbe bekennen. Ihr sattsam bekannter Trick, sich aus der Verantwortung zu stehlen, indem man einfach andere aller möglichen Vergehen beschuldigt, werde diesmal nicht fruchten.

"Im Zusammenhang mit den FP-nahen Firmen muss noch vor der Nationalratswahl restlos geklärt werden, in welch dunkle Kanäle das Kärntner Steuergeld geflossen ist.", fordert Seiser Strache, Ragger und Leroutz auf, sofort für lückenlose Aufklärung zu sorgen.

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