• 08.08.2013, 10:18:05
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"Überstunden-Zuschläge fallen dann weg"

Gewerkschafter Walter Schopf erteilt ÖVP-Forderung nach einem 12-Stunden-Arbeitstag klare Absage

Utl.: Gewerkschafter Walter Schopf erteilt ÖVP-Forderung nach einem
12-Stunden-Arbeitstag klare Absage =

Linz (OTS) - "Jetzt zeigt die ÖVP ihr wahres Gesicht. Sie hat absolut
kein Herz für die ArbeitnehmerInnen, alle Überstunden-Zuschläge
würden wegfallen", ist Gewerkschafter Walter Schopf außer sich. Der
oberösterreichische SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat spielt damit auf
die von ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ins Spiel
gebrachte Arbeitszeitflexibilisierung an, die im Wahlprogramm der ÖVP
unter dem Kapitel "Standort" fixiert ist.

Mitterlehner will eine tägliche Arbeitshöchstzeit von zwölf Stunden
(bisher zehn) einführen. "Das wäre eine Katastrophe, unverantwortlich
und eine Verhöhnung aller ArbeitnehmerInnen", betont Gewerkschafter
Schopf. Der Druck am Arbeitsplatz sei auch jetzt schon gewaltig und
würde noch mehr zunehmen. "An die Gesundheit der arbeitenden Menschen
denkt die ÖVP wohl überhaupt nicht. Es gibt aktuell genug Leute, die
der Job krank macht, weil sie den Stress einfach nicht mehr
aushalten."

Schopf weiß, dass mit dieser ÖVP-Maßnahme in Zukunft sämtliche
Überstunden-Zuschläge eingespart werden würden. "Das bedeutet dann
eine Gewinnmaximierung für die ArbeitgeberInnen und das Einkommen der
ArbeitnehmerInnen wird verringert. Ich finde so eine Denkweise
schamlos", findet Schopf klare Worte. Aus reiner Gewinnsucht wolle
die ÖVP Sozialleistungen verschlechtern und Löhne und Gehälter
drücken. "Da spielen wir bestimmt nicht mit", sagt Schopf.

Oberösterreichs SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner nimmt
ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter in die Pflicht. "Trotz der
Finanzkrise ist es ihr Ziel, dass mehr Geld zum Spekulieren bleibt.
Und diese Zockerei nennt Fekter Belebung des Finanzplatzes. Diese
Gier ist unglaublich", so Horner und erinnert daran, dass Fekter auch
bereits mehrmals daran gedacht hat, dass Pensionsgelder die Wiener
Börse beleben sollen. Das sei ja auch früher stets Thema in der
schwarz-blauen Regierung gewesen. Horner: "Ich möchte Fekter schon
fragen, wie sie als großer Fan von Schwarz-Blau das heute sieht."

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