"Überstunden-Zuschläge fallen dann weg"

Gewerkschafter Walter Schopf erteilt ÖVP-Forderung nach einem 12-Stunden-Arbeitstag klare Absage

Linz (OTS) - "Jetzt zeigt die ÖVP ihr wahres Gesicht. Sie hat absolut kein Herz für die ArbeitnehmerInnen, alle Überstunden-Zuschläge würden wegfallen", ist Gewerkschafter Walter Schopf außer sich. Der oberösterreichische SPÖ-Abgeordnete zum Nationalrat spielt damit auf die von ÖVP-Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner ins Spiel gebrachte Arbeitszeitflexibilisierung an, die im Wahlprogramm der ÖVP unter dem Kapitel "Standort" fixiert ist.

Mitterlehner will eine tägliche Arbeitshöchstzeit von zwölf Stunden (bisher zehn) einführen. "Das wäre eine Katastrophe, unverantwortlich und eine Verhöhnung aller ArbeitnehmerInnen", betont Gewerkschafter Schopf. Der Druck am Arbeitsplatz sei auch jetzt schon gewaltig und würde noch mehr zunehmen. "An die Gesundheit der arbeitenden Menschen denkt die ÖVP wohl überhaupt nicht. Es gibt aktuell genug Leute, die der Job krank macht, weil sie den Stress einfach nicht mehr aushalten."

Schopf weiß, dass mit dieser ÖVP-Maßnahme in Zukunft sämtliche Überstunden-Zuschläge eingespart werden würden. "Das bedeutet dann eine Gewinnmaximierung für die ArbeitgeberInnen und das Einkommen der ArbeitnehmerInnen wird verringert. Ich finde so eine Denkweise schamlos", findet Schopf klare Worte. Aus reiner Gewinnsucht wolle die ÖVP Sozialleistungen verschlechtern und Löhne und Gehälter drücken. "Da spielen wir bestimmt nicht mit", sagt Schopf.

Oberösterreichs SPÖ-Landesgeschäftsführer Christian Horner nimmt ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter in die Pflicht. "Trotz der Finanzkrise ist es ihr Ziel, dass mehr Geld zum Spekulieren bleibt. Und diese Zockerei nennt Fekter Belebung des Finanzplatzes. Diese Gier ist unglaublich", so Horner und erinnert daran, dass Fekter auch bereits mehrmals daran gedacht hat, dass Pensionsgelder die Wiener Börse beleben sollen. Das sei ja auch früher stets Thema in der schwarz-blauen Regierung gewesen. Horner: "Ich möchte Fekter schon fragen, wie sie als großer Fan von Schwarz-Blau das heute sieht."

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