- 07.08.2013, 14:56:00
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ÖAMTC gegen Freigabe von Pannenstreifen
Sicherheitsbedenken nach Pannen und Unfällen
Utl.: Sicherheitsbedenken nach Pannen und Unfällen =
Wien (OTS) - Die Ankündigung der ASFINAG, künftig Pannenstreifen bei
hoher Verkehrsbelastung freigeben zu wollen, stößt beim ÖAMTC auf
keinerlei Gegenliebe. "Der Club spricht sich gegen diesen Plan aus",
stellt ÖAMTC-Verkehrsexperte Markus Schneider klar. "Dieses Vorhaben
ist bedenklich für die Verkehrssicherheit." Auch das Argument, dass
die Rettungsgasse nun den Pannenstreifen ersetzt, kann Schneider so
nicht gelten lassen. "Die Rettungsgasse kann allenfalls
Einsatzkräften die Zufahrt zu Unfällen erleichtern. Sie ist
keinesfalls ein vollwertiger Ersatz für den Pannenstreifen, der ja
auch als Abstellfläche dient, um mögliche Verkehrsbehinderungen so
kurz wie möglich zu halten."
Ein weiterer Punkt der gegen eine Freigabe spricht, sind fehlende
Grundlagen und deren gesetzliche Verankerung. "Es wurde
beispielsweise noch nicht definiert, in welchen Abständen
Pannenbuchten zu schaffen sind oder welche
Geschwindigkeitsbeschränkungen zu gelten haben", merkt der
ÖAMTC-Verkehrsexperte an. Zudem können Probleme mit der
Verkehrsführung bei Auf- oder Abfahrten entstehen, was wiederum
Gefahrenpotenzial birgt. "Auch wurden bestehende Pannenstreifen nicht
als Fahrstreifen konzipiert", erklärt Schneider. "Bei hoher
Lkw-Belastung können daher Fahrbahnschäden keinesfalls ausgeschlossen
werden."
Kommt es tatsächlich zum prognostizierten Verkehrsanstieg, führt
kein Weg an einem zusätzlichen Fahrstreifen, unter Beibehaltung eines
Pannenstreifens, vorbei. "Verkehrsbeeinflussungsanlagen leisten
sicherlich einen wesentlichen Beitrag dazu, dass zu
Verkehrsspitzenzeiten das Stauausmaß reduziert wird", erklärt der
ÖAMTC-Experte. "Sie können jedoch nicht verhindern, dass ein Fahrzeug
beispielsweise eine Reifenpanne hat. Dies würde im morgendlichen
Stoßverkehr ohne Pannenstreifen unweigerlich zum Verkehrskollaps
führen."
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