- 31.07.2013, 10:02:59
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Kameltheater Kernhof: Weiße Tiger-Babys ein Fall von Tierquälerei?
EndZOO prüft rechtliche Schritte gegen Herbert Eder
Utl.: EndZOO prüft rechtliche Schritte gegen Herbert Eder =
Wien (OTS) - Die Tierschutzorganisation EndZOO warnt Besucher des
Kameltheaters Kernhof davor, mit ihrem Besuch des jüngsten
Weiße-Tiger-Nachwuchses NEBA und NANU (Zwillinge) auch Tierquälerei
zu unterstützen. Denn nach Recherchen der Organisation führt der
jüngste Tigernachwuchs in Kernhof dazu, dass nun zu viele Tiger auf
zu kleinem Raum gehalten werden und sie für lange Zeit in ihrem
Bewegungsdrang erheblich und damit tierquälerisch eingeschränkt sind.
Nach Messungen von EndZOO stehe nicht allen erwachsenen Tigern die
vom Gesetz geforderte Bewegungsfläche von mindestens 500 m2
gleichzeitig zur Verfügung. So hatte Tigermutter THALIA beim Besuch
der Organisation ein Außengehege von nur ca. 15 m2 und Vater SAMIR
lediglich ca. 300 m2 zur Verfügung. Das ist wesentlich weniger, als
die Forderung des geltenden Gesetzes. Aufgrund der Unverträglichkeit
zwischen BURANI und THALIA sei keine Gemeinschaftshaltung beider
Mütter auf der großen Anlage möglich. Auch die Gemeinschaftshaltung
von SAMIR, dem Vater aller sechs Babys, mit einer der Mütter ist
völlig ausgeschlossen. SAMIR würde seinen eigenen Nachwuchs töten.
Eine Verbesserung der Haltungsbedingungen im Kameltheater ist also in
nächster Zeit nicht in Sicht.
Die Tierschützer kritisieren auch den Sicherheitsstandard der
Außengehege. So seien die Zugänge zu den Außengehegen nicht mit einer
Sicherheitsschleuse ausgestattet, die im Notfall Leben retten und das
Ausbrechen eines Tigers verhindern könnte. Die Tierschützer prüfen
derzeit rechtliche Schritte gegen den Halter der Tiger, Herbert Eder.
"Einst glaubte die Politik, mit dem Erlass der
Tierhaltungsverordnung und den darin festgeschriebenen
Gehegemindestgrößen den Tieren in der österreichischen
Zoo-Gefangenschaft ein Maximum an artspezifischen Verhaltensweisen zu
ermöglichen. Im Kameltheater von Herbert Eder werden die
Verhaltensweisen der Tiger nun aber auf ein extremes Minimum
reduziert und die ohnehin lächerliche Verordnung mit Füßen getreten.
Und die Behörden schauen offenbar tatenlos zu. So einfach kann man
noch immer Geschäfte auf Kosten des Tierwohls machen. Aber auch in
vielen anderen Zoos Österreichs wird diese Verordnung nicht
eingehalten und somit immer wieder ad absurdum geführt", so
Zoo-Experte und EndZOO-Sprecher Frank Albrecht abschließend.
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