AK Kaske: Wohnen muss billiger sein!

Studie bestätigt: Private Mietwohnungen weit überteuert

Wien (OTS) - "Die wild wuchernden Zuschläge auf private Mieten müssen begrenzt werden, und wir brauchen mehr sozialen Wohnbau": Das sind für AK Präsident Rudi Kaske die wichtigsten Maßnahmen gegen die ausufernden Mietensteigerungen. Die heute vom Wifo veröffentlichten Zahlen bestätigen die AK: Private Mieten sind weit stärker gestiegen als die Kosten für Gemeinde- oder Genossenschaftswohnungen, und die Steigerung liegt weit über der allgemeinen Teuerung. "Mehr Wohnbau, Begrenzung der Mietzuschläge, Verbilligung der befristeten Mieten und Abbau der Betriebskosten sind nötig, um die Mieter zu entlasten", fordert Kaske.

Es braucht einen Mix aus Maßnahmen, um Wohnen leistbar zu machen. Die AK fordert:

1 Mehr neue Wohnungen
Das Konjunkturprogramm für Wohnen ist ein guter Impuls. Mit den zusätzlichen Geldern können insgesamt bis zu 14.000 mehr geförderte Wohnungen zugesichert und gebaut werden. Die Bundesländer müssen aber wirklich die Wohnungen bauen.

2 Wohnbauförderung klar regeln
Die Wohnbauförderung und deren Rückflüsse müssen wieder für den Wohnbau einge-setzt und an die Teuerung angepasst werden, damit auch zukünftig mehr günstige Wohnungen gebaut werden können.

3 Mietrechtsgesetz reformieren
+ Die AK verlangt faire Mieten bei privaten Mietwohnungen durch klare Obergrenzen. Die Zuschläge zum Richtwert müssen gesetzlich nach Art und Höhe festgelegt werden. Es ist eine gesetzliche Obergrenze für die Zuschläge im Ausmaß von 20 Prozent des Richtwerts vorzusehen.

+ Entlastungen bei den Betriebskosten: Die MieterInnen sollen nicht die Kosten der Ver-mieter zahlen. Daher sollen Kosten gestrichen werden, die eigentlich keine Betriebskosten sind: Grundsteuer, Verwaltungs- und Versicherungskosten.

+ Befristungen eindämmen: Befristungen sollen nur ausnahmsweise zulässig sein.

4 Maklerprovisionen soll Vermieter zahlen
Makler arbeiten für und zum Vorteil der Vermieter, kassieren aber von den Mietern. Im Maklergesetz soll geregelt werden, dass nur der Erstauftraggeber - das ist eben meistens der Vermieter - gegenüber dem Makler provisionspflichtig ist.

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