- 29.07.2013, 10:00:32
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Zum 3. Mal im Krastal: "Die Gegendtaler Passionsspiele"

Villach (TP/OTS) - Nach vierjähriger Pause nimmt der Verein
"Gegendtaler Passion" ermutigt durch das große Interesse und den
Erfolg mit der Premiere am 03. August (weitere Aufführungstermine:
05., 07., 09., 11., 13., 15., 17. und 19. August) den Spielbetrieb
wieder auf. Das Besondere daran: Autor Gerhard Reichmann hat die
Geschichte vom Leiden und Sterben Christi in die Kärntner Mundart
übertragen.
Die Passionsspiele gehen bis ins Mittelalter zurück. Schon im
zehnten Jahrhundert wurde das Osterevangelium mit verteilten Rollen
gelesen, woraus sich die szenische Darstellung entwickelte.
Aufführungsorte waren ursprünglich die Kirchen, ehe aufgrund von
Platzmangel bzw. der Einschaltung komischer Szenen auf den Kirchplatz
oder Marktplatz ausgewichen wurde. Im 14. und 15. Jahrhundert
erreichten die Mysterienspiele ihren Höhepunkt und fanden auf dreißig
bis fünfzig Meter breiten "Simultanbühnen" statt, das heißt die
Schauplätze für die einzelnen Szenen wurden nebeneinander angeordnet.
In Kärnten war ein allgemeines Passionsspiel in der ersten Hälfte des
19. Jahrhunderts in Mittel- und Unterkärnten weit verbreitet. Heute
ist davon lediglich die "stumme Passion" in Tresdorf im Mölltal übrig
geblieben. Mit der Gegendtaler Passion wollen die Initiatoren eine
ähnliche Tradition schaffen, wie man sie in Erl in Tirol oder St.
Margarethen im Burgenland findet. Seit 2013 ist der Verein
"Gegendtaler Passion" auch Mitglied bei "EUROPASSION", einer
Vereinigung europäischer Passionsspielegruppen mit Sitz in Belgien.
Geschichte der Gegendtaler Passionsspiele. Um das Jahr 2004
begannen die Vorbereitungen für die Gegendtaler Passionsspiele. Im
Jahr 2006 wurde der "Verein Gegendtaler Passion" zu dem Zweck
gegründet, die Uraufführung für 2007 vorzubereiten. Im Premierenjahr
wurde dann vier Mal gespielt, bei der zweiten Aufführung 2009 gab es
acht Vorstellungen. Danach wurde beschlossen, zwischen den Spielen
eine vierjährige Pause einzuschalten. Die nächsten Gegendtaler
Passionsspiele sind also für 2017 geplant.
Autor Gerhard Reichmann hat sich bei seiner Arbeit natürlich an
den Bibeltext gehalten, diesen aber in die Kärntner Mundart
übertragen, "weil ich glaube, dass wir mit jener Sprache, mit der wir
aufgewachsen sind und die uns vertraut ist, die Geschichte am besten
und eindrucksvollsten wiedergeben können." Freilich wollte Reichmann
damit auch seinen Beitrag zur Erhaltung und Pflege der Kärntner
Mundart leisten. Und da gerade das Gegendtal in Glaubensfragen eine
sehr turbulente Geschichte aufzuweisen hat, war es ihm ein Anliegen,
die Akteure beider christlichen Kirchen in die Passionsspiele
einzubinden um sich auf die Größe und bleibende Bedeutung der
Erlösungstat Jesu Christi durch sein Leiden, Sterben und Auferstehen
neu zu besinnen.
Kärntnerisch in Musik und Text. Kärntnerisch geht es auch bei der
Musik zu: Franz Einöder hat sich bei der Vertonung der Lieder und
Choräle nie allzu weit von der Tradition des Kärntnerliedes entfernt.
In die Handlung eingebunden ist ein starker gemischter Chor, der
teils die Handlung kommentiert, teils als Sprachrohr Gottes fungiert.
Ein Männerquartett verkörpert Jesus mit drei Engeln und die
Abendmahlszene vollzieht sich im Dialog zwischen einem zwölfköpfigen
Männerensemble und der Solostimme Jesu. Der musikalisch-instrumentale
Überbau wurde von Hans Peter Stinnig komponiert, inszeniert hat Horst
Bernel.
Sänger und Darsteller. In der Hauptrolle als Jesus beeindruckt
schon zum dritten Mal Hubert Reiner (auch an einem 24. Dezember
geboren und von Beruf Zimmermann!). Als weitere Sänger und Darsteller
fungieren vorwiegend Mitglieder der Kulturvereine und
Chorgemeinschaften der Gemeinden Afritz am See, Arriach und der
Marktgemeinde Treffen am Ossiacher See, die mit viel Begeisterung und
vollem Einsatz das Leben und Sterben Jesu bis hin zur Auferstehung
wiedergeben....
Schauplatz Marmorsteinbruch. Das Krastal - ein Seitental des
Kärntner Gegendtales - und sein bekannter Marmorsteinbruch bieten
sich als Schauplatz für die Geschichte vom Leiden und Sterben Jesu
förmlich an.
Aufführungen und Karten. Die Aufführungen der Gegendtaler
Passionsspiele finden am 03. (Premiere), 05., 07., 09., 11., 13., 15,
17. und 19. August mit Beginn um jeweils 20.30 Uhr statt.
(Ersatztermin bei Schlechtwetter jeweils am nächsten Tag.) Karten
sind bei den Kärntner Raiffeisenbanken und allen
Ö-Ticket-Verkaufsstellen oder unter www.oeticket.com erhältlich.
Kartenpreis Euro 25,-. Gruppenermäßigung ab 20 Personen Euro 22,--.
Veranstalter ist der Verein Gegendtaler Passion.
Weitere Informationen unter: http://www.gegendtaler-passionsspiele.at
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sowie im OTS-Bildarchiv unter http://bild.ots.at
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