• 29.07.2013, 08:39:22
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Über 50 Jahre Entwicklungszusammenarbeit Vorarlberg

Hilfe für die ärmsten Ländern der Welt

Utl.: Hilfe für die ärmsten Ländern der Welt =

Bregenz (OTS/VLK) - Seit 1960 unterstützt das Land Vorarlberg die
Entwicklungszusammenarbeit in den ärmsten Ländern der Welt. Seither
wurden mehr als 900 Projekte in über 60 Staaten realisiert - zumeist
in Kooperation mit Vorarlberger Partnern. In Summe hat das Land
Vorarlberg dafür 22,5 Millionen Euro investiert. Besonderes Augenmerk
wurde und wird auf gezielte Unterstützung im Bildungsbereich gelegt.
In den letzten Jahren sind verstärkt auch Projekte für die Versorgung
mit Trinkwasser finanziert worden.

Bildung ist das Um und Auf, um die Menschen dazu zu befähigen,
eine nachhaltige Entwicklung in ihrem Land in Gang zu bringen und ihr
Schicksal in die Hand zu nehmen, betonen Landeshauptmann Markus
Wallner und Landesrätin Greti Schmid. Zusätzlich zur
Grundschulausbildung sind auch die Berufsausbildung, die
Weiterbildung, aber auch Wissensvermittlung in Sachen Gesundheit und
Hygiene sowie im Umgang mit sauberem Trinkwasser entscheidende
Bausteine für eine Verbesserung der Lebensbedingungen in den
Entwicklungsländern. "Bildung ist das Um und Auf. Bildung ermöglicht
Chancen und Perspektiven und ist das beste Instrument zur Bekämpfung
von Armut und Hunger", so Landeshauptmann Wallner.

Vorarlberg leistet Hilfe zur Selbsthilfe und möchte diesen Weg
auch in Zukunft fortsetzen, erklärt Landesrätin Schmid: "Bildung
macht stark, bringt nachhaltige Entwicklung und befähigt die
Menschen, Zusammenhänge zu erkennen und erworbenes Wissen zum Wohle
aller einzusetzen."

Ein besonderer Schwerpunkt galt stets auch der Bildung für
Mädchen, hebt Schmid hervor. So konnte beispielsweise in
Zusammenarbeit mit der Schwarzenberger Ordensschwester Pacis Vögel,
die kürzlich in ihrer zweiten Heimat Kenia verstorben ist, der Aufbau
und die Erweiterung eines Gymnasiums in der kenianischen Hauptstadt
Nairobi mitfinanziert werden. Erst durch diese Bildungseinrichtung
war es Mädchen aus ärmeren Schichten möglich, einen Maturaabschluss
zu erreichen und ein Studium zu beginnen. Noch heute gilt dieses
Gymnasium als Vorzeigeschule in Kenia.

Wichtige Initiativen wurden auch in der landwirtschaftlichen
Ausbildung gesetzt, etwa in Tanzania. Dort wird ein
Ausbildungszentrum für standortgerechte Landwirtschaft gefördert, in
dem 300 Bäuerinnen und Bauern in Theorie und Praxis ausgebildet
werden. Ein anderes Projekt vermittelt Fertigkeiten im
Erosionsschutz, in der Produktion von Naturdünger oder im Anbau von
Gemüse und Früchten.

Auch die Förderung des Handwerks gehört seit vielen Jahren zu den
inhaltlichen Schwerpunkten der Vorarlberger
Entwicklungszusammenarbeit. In einem Ausbildungszentrum in Burkina
Faso werden Schneiderinnen, Maurer und Zweiradmechaniker aus mehr als
40 Dörfern ausgebildet. Zum Abschluss werden sie mit Werkzeug
ausgerüstet, gehen zurück in ihre Dörfer und können durch ihre Arbeit
ein geregeltes Einkommen erzielen. Oft werden die Handwerker dann
selber zu Lehrherren und bilden Lehrlinge aus.

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