Katholischer Familienverband fordert neue Abtreibungsdebatte

Präsident Trendl: Bundesstatistik inklusive Motiverhebung "längst überfällig"

Wien, 25.07.13 (KAP) Für eine breite Debatte zur Abtreibung ohne Tabus spricht sich der Katholische Familienverband Österreichs (KFÖ) aus. Frauen dürfen mit dieser schwierigen Entscheidung nicht alleine gelassen werden, das "bestehende de-facto-Redeverbot für Politiker gehört beendet", so KFÖ-Präsident Alfred Trendl in einer Aussendung (Donnerstag). Denn Frauen könnten nur dann unterstützt werden, wenn die Gesellschaft deren Motive nicht ausblende. Schaue man dabei weg, schade man "denen, die geschützt werden sollen", so Trendl.

"Längst überfällig" sei in Österreich eine Bundesstatistik zu Schwangerschaftsabbrüchen, wie sie in anderen europäischen Staaten umgesetzt werde. Diese müsse auch eine Motiverhebung umfassen. "Sind es eher junge Frauen, etwa vor Abschluss einer Berufsausbildung, oder Mütter mit Kindern, die sich nicht mit der Arbeit mit einem weiteren Kind, einem 'Nachzügler', anfreunden können? Und vor allem:
Welche Bedeutung hat dabei der Vater?", wären laut KFÖ-Präsident Trendl zu erhebende Fragen.

Erst wenn die Umstände eines Schwangerschaftsabbruchs erhoben werden, könnten auch konkrete Maßnahmen überlegt werden. "Nicht leicht nachvollziehbar ist zum Beispiel, dass für 'Schönheitsoperationen' Minderjähriger eine gesetzliche Bedenkzeit vorgesehen ist, die Frage der Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs aber ohne diese Bedenkzeit auskommen muss", kritisiert Trendl.

Ein klares Bekenntnis der Gesellschaft zu Kindern und eine kinderfreundliche Atmosphäre seien wertvolle Entscheidungshilfen für schwangere Frauen. Es müsse verstärkt zu Bewusstsein gebracht werden, dass die "Investition in Kinder die Gegenwart bereichert und die Zukunft sichert, für die Gesellschaft und für sich selbst", so der Präsident des Katholischen Familienverbandes.

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