BZÖ-Spadiut fordert Hitze-Notfallplan für Österreich

"In Österreich lässt die Regierung in der Kühle der österreichischen Berge ihre Seele baumeln und bewegt sich nicht in Richtung Prävention"

Wien (OTS) - Aufgrund der zu erwartenden Hitzewelle mit Spitzenwerten von an die 39 Grad für die nächsten Tage forderte heute BZÖ-Gesundheitssprecher Abg. Dr. Wolfgang Spadiut einen Hitze-Notfallplan für Österreich. "Derartige Pläne gibt es schon seit zehn Jahren etwa in Frankreich oder in Italien. Gesundheitsminister Stöger hätte schon längst diese Notfallmaßnahmen seiner Amtskollegen studieren und auf Österreich adaptieren müssen", kritisierte Spadiut.

"Alleine die Hitzewelle in Österreich im Jahre 2003 kostete 600 Menschen das Leben. Mit einem derartigen Plan könnte der Staat versuchen, die Zahl der Hitzetoten niedriger zu halten. In Frankreich ziehen etwa Freiwillige von Haus zu Haus, geben vor allem älteren, alleinstehenden Menschen Tipps oder bringen gefährdete Menschen an kühle Plätze wie beispielsweise Kirchen. Im Großraum Paris können die Kliniken Personal zwangsverpflichten und ihre Kapazitäten auf die Behandlung der Hitzeopfer konzentrieren. In Italien wurde beispielsweise eine Notfall-Hotline eingerichtet", erläuterte Spadiut und weiter: "Das sind alles Vorkehrungen, die leicht umsetzbar wären, aber eine große Wirkung erzielen könnten".

"Nur in Österreich lässt die rot-schwarze Regierung in der Kühle der österreichischen Berge ihre Seele baumeln und bewegt sich nicht in Richtung Prävention. Dabei wäre gerade in den jetzt schon aufgeheizten Ballungszentren ein derartiger Plan dringend notwendig -auch in Hinblick auf die Zukunft, denn längere und häufigere Hitzeperioden sind sehr wahrscheinlich", betonte Spadiut.

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