• 25.07.2013, 11:39:49
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  • OTS0085 OTW0085

Bures: Verkehrssicherheitspaket für die Ostregion - ASFINAG startet Planung für 3-spurigen Ausbau der A4 Ost Autobahn bis Neusiedl

Zusätzliche Spur bis Neusiedl, Generalsanierung bis zur Grenze, weniger Unfälle durch Lkw-Überholverbot, weniger Staus durch moderne Verkehrs-Beeinflussungsanlage (VBA)

Utl.: Zusätzliche Spur bis Neusiedl, Generalsanierung bis zur
Grenze, weniger Unfälle durch Lkw-Überholverbot, weniger Staus
durch moderne Verkehrs-Beeinflussungsanlage (VBA) =

Wien (OTS/BMVIT) - Deutlich mehr Verkehrssicherheit für die Ostregion
- das bringt das heute von Verkehrsministerin Doris Bures
vorgestellte Verkehrssicherheitspaket für die A 4 Ostautobahn. Bures:
"Von diesen Maßnahmen profitieren täglich zehntausende Pendlerinnen
und Pendler aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Pendeln
bedeutet eine tägliche Belastung - ich will, dass diese Menschen auf
ihrem Arbeitsweg sicher und möglichst ohne Behinderungen unterwegs
sein können." ****

"Sehr viele Lkw, viele Pendler, sehr hohe Verkehrsspitzen - das
kennzeichnet die Ostautobahn", sagt Verkehrsministerin Doris Bures,
"beinahe täglich heißt das: Unfälle, gefährliche Situationen,
Behinderungen und Staus. Unser Paket für die A 4 bringt deutlich mehr
Verkehrssicherheit für die Ostregion."

"Der Ausbau der Ostautobahn ist eine langjährige Forderung
Niederösterreichs. Die Verkehrszahlen und Verkehrsprognosen sprechen
ebenso für diesen Ausbau wie die verkehrsstrategische Bedeutung der
Ostautobahn. Zum einen verbindet sie über die Spange Kittsee die
beiden Hauptstädte Wien und Bratislava. Zum anderen ist sie die
einzige hochrangige Straßenanbindung an den internationalen Flughafen
Schwechat. Der künftige 3-spurige Ausbau ist daher wichtig für die
Standortqualität der Ostregion und bedeutet eine Verbesserung für die
Verkehrssicherheit und die Pendler", betont Niederösterreichs
Landeshauptmann Erwin Pröll.

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl betont, man müsse das
Bevölkerungswachstum und die Zunahme des Verkehrs in der Ostregion in
den Verkehrskonzepten berücksichtigen, die Situation für die
burgenländischen Pendlerlnnen sei bereits jetzt schwierig. "Bis 2020
wird laut Experten der Verkehr auf der Ostautobahn an Spitzentagen
von derzeit täglich 65.000 auf 75.000 Fahrzeuge zunehmen, Wien und
das Wiener Umland sollen bis 2030 um 400.000, der betroffene Raum im
Burgenland um 20.000 Einwohner wachsen. Das Burgenland ist das Tor
zum früheren Osten und die Stadtregion ist das Herz des neuen
Europas. Eine Erweiterung und Sanierung der A4 ist deshalb zur
Entlastung der burgenländischen PendlerInnen und im Sinne der
Verkehrssicherheit ein Gebot der Stunde - und der Vernunft. Ich freue
mich sehr, dass wir eine so massive Entlastung erreicht haben- für
unsere Pendlerinnen und Pendler."

Die Realisierung erfolgt in vier Schritten - mit der Planung und
Umsetzung hat die ASFINAG bereits begonnen:

* Schritt eins: Sicherheits-Sofort-Maßnahmen von Fischamend bis zur
Grenze bei Nickelsdorf.
* Schritt zwei: Der 3-spurige Ausbau der A 4 vom Flughafen bis
Fischamend.
* Schritt drei: Die Generalsanierung der Strecke von Neusiedl bis zur
Staatsgrenze.
* Schritt vier: Der 3-spurige Ausbau der Strecke von Fischamend bis
Neusiedl.

Ergänzt werden diese baulichen Maßnahmen durch ein Lkw-Überholverbot,
mehr Kontrollen von Tempo und Abstand und die Errichtung eines neuen
Verkehrskontrollplatzes bei Bruck an der Leitha.

In vier Schritten zu mehr Verkehrssicherheit in der Ostregion

Die A 4 Ostautobahn weist einen hohen Anteil an Lkw (17 Prozent statt
sonst durchschnittlich 13 Prozent) auf. 56 Prozent der Unfälle sind
Auffahrunfälle - in den meisten Fällen in Verbindung mit Lkw. Die
Folge: Gefährliche Situationen, Behinderungen, lange Staus - vor
allem für die vielen Berufspendler. Sechs von zehn Fahrten auf der A
4 sind Arbeitswege von Pendlerinnen und Pendlern aus der Ostregion.

Schritt eins: Sicherheits-Sofort-Maßnahmen Fischamend - Staatsgrenze

Rasche, bauliche Maßnahmen sollen Unfälle verhindern bzw. die
Unfall-Folgen abmildern:
* zusätzliche Leitschienen,
* neue und verbesserte Bodenmarkierungen,
* Reflektoren an Leitschienen und Betonleitwänden,
* zusätzliche Überkopf-Wegweiser bei den Abschlussstellen
Gesamtinvestition: Fünf Millionen Euro

Schritt zwei: 3-spuriger Ausbau Flughafen - Fischamend

In den Jahren 2014 und 2015 wird der A 4 Abschnitt Flughafen bis
Fischamend auf drei Spuren erweitert - die Breite beträgt dann statt
derzeit 27 Meter 35 Meter.
Investition dafür: 45 Millionen Euro

Schritt drei: Generalsanierung Neusiedl - Staatsgrenze

In den Jahren 2015 bis 2017 wird die A 4 im Abschnitt Neusiedl bis
zur Staatsgrenze generalsaniert. Ziel ist mehr Verkehrssicherheit
durch eine bessere Griffigkeit der Oberfläche.
Investition dafür: 50 Millionen Euro

Schritt vier: 3-spuriger Ausbau Fischamend - Neusiedl

Östlich von Fischamend bis zur Anschlussstelle Neusiedl ist die A 4
derzeit 24 Meter breit - es sind nur sehr schmale Pannenstreifen
vorhanden. Ein Ausbau auf drei Spuren plus einen Pannenstreifen pro
Richtung erfordert daher eine Verbreiterung um elf Meter.
Aufgrund der Verkehrsprognosen wird bei weiter steigendem Verkehr die
A 4 in diesem Bereich ab 2020 teilweise überlastet sein. Die ASFINAG
wird daher die A 4 von Fischamend bis Neusiedl durchgehend 3-spurig
ausbauen. Baubeginn: 2018. Planungsbeginn: sofort
Gesamtinvestition dafür: 245 Millionen Euro

Lkw-Fahrverbot, mehr Kontrolle von Tempo und Abstand, moderne VBA

Die A 4 Ostautobahn ist gekennzeichnet durch einen hohen Lkw-Anteil,
einen hohen Pendleranteil und durch hohe Verkehrsspitzen in den
Morgen- und Abendstunden. Ergänzt werden sollen die baulichen
Sicherheitsmaßnahmen daher durch:

* ein Überholverbot für Lkw schwerer als 3,5 Tonnen (statt wie bisher
erst ab mehr als 7,5 Tonnen) von Fischamend bis zum Grenzübergang
Nickelsdorf
* die Errichtung von Radaranlagen mit Frontfotografie an kritischen,
unfallträchtigen Stellen
* die Möglichkeit von verstärkten Abstandskontrollen
* die Errichtung einer Verkehrs-Beeinflussungsanlage (VBA) vom
Flughafen bis zur Anschlussstelle Neusiedl zur besseren Steuerung des
Verkehrs
* die Errichtung eines neuen Verkehrskontrollplatzes an der A4 (Bruck
an der Leitha), Fertigstellung: Herbst 2015

Die dazugehörige Grafik finden Sie hier:
www.bmvit.gv.at/verkehr/strasse/sicherheit/downloads/sicherheit_ostre
gion.pdf

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