Bures: Verkehrssicherheitspaket für die Ostregion - ASFINAG startet Planung für 3-spurigen Ausbau der A4 Ost Autobahn bis Neusiedl

Zusätzliche Spur bis Neusiedl, Generalsanierung bis zur Grenze, weniger Unfälle durch Lkw-Überholverbot, weniger Staus durch moderne Verkehrs-Beeinflussungsanlage (VBA)

Wien (OTS/BMVIT) - Deutlich mehr Verkehrssicherheit für die Ostregion - das bringt das heute von Verkehrsministerin Doris Bures vorgestellte Verkehrssicherheitspaket für die A 4 Ostautobahn. Bures:
"Von diesen Maßnahmen profitieren täglich zehntausende Pendlerinnen und Pendler aus Wien, Niederösterreich und dem Burgenland. Pendeln bedeutet eine tägliche Belastung - ich will, dass diese Menschen auf ihrem Arbeitsweg sicher und möglichst ohne Behinderungen unterwegs sein können." ****

"Sehr viele Lkw, viele Pendler, sehr hohe Verkehrsspitzen - das kennzeichnet die Ostautobahn", sagt Verkehrsministerin Doris Bures, "beinahe täglich heißt das: Unfälle, gefährliche Situationen, Behinderungen und Staus. Unser Paket für die A 4 bringt deutlich mehr Verkehrssicherheit für die Ostregion."

"Der Ausbau der Ostautobahn ist eine langjährige Forderung Niederösterreichs. Die Verkehrszahlen und Verkehrsprognosen sprechen ebenso für diesen Ausbau wie die verkehrsstrategische Bedeutung der Ostautobahn. Zum einen verbindet sie über die Spange Kittsee die beiden Hauptstädte Wien und Bratislava. Zum anderen ist sie die einzige hochrangige Straßenanbindung an den internationalen Flughafen Schwechat. Der künftige 3-spurige Ausbau ist daher wichtig für die Standortqualität der Ostregion und bedeutet eine Verbesserung für die Verkehrssicherheit und die Pendler", betont Niederösterreichs Landeshauptmann Erwin Pröll.

Burgenlands Landeshauptmann Hans Niessl betont, man müsse das Bevölkerungswachstum und die Zunahme des Verkehrs in der Ostregion in den Verkehrskonzepten berücksichtigen, die Situation für die burgenländischen Pendlerlnnen sei bereits jetzt schwierig. "Bis 2020 wird laut Experten der Verkehr auf der Ostautobahn an Spitzentagen von derzeit täglich 65.000 auf 75.000 Fahrzeuge zunehmen, Wien und das Wiener Umland sollen bis 2030 um 400.000, der betroffene Raum im Burgenland um 20.000 Einwohner wachsen. Das Burgenland ist das Tor zum früheren Osten und die Stadtregion ist das Herz des neuen Europas. Eine Erweiterung und Sanierung der A4 ist deshalb zur Entlastung der burgenländischen PendlerInnen und im Sinne der Verkehrssicherheit ein Gebot der Stunde - und der Vernunft. Ich freue mich sehr, dass wir eine so massive Entlastung erreicht haben- für unsere Pendlerinnen und Pendler."

Die Realisierung erfolgt in vier Schritten - mit der Planung und Umsetzung hat die ASFINAG bereits begonnen:

  • Schritt eins: Sicherheits-Sofort-Maßnahmen von Fischamend bis zur Grenze bei Nickelsdorf.
  • Schritt zwei: Der 3-spurige Ausbau der A 4 vom Flughafen bis Fischamend.
  • Schritt drei: Die Generalsanierung der Strecke von Neusiedl bis zur Staatsgrenze.
  • Schritt vier: Der 3-spurige Ausbau der Strecke von Fischamend bis Neusiedl.

Ergänzt werden diese baulichen Maßnahmen durch ein Lkw-Überholverbot, mehr Kontrollen von Tempo und Abstand und die Errichtung eines neuen Verkehrskontrollplatzes bei Bruck an der Leitha.

In vier Schritten zu mehr Verkehrssicherheit in der Ostregion

Die A 4 Ostautobahn weist einen hohen Anteil an Lkw (17 Prozent statt sonst durchschnittlich 13 Prozent) auf. 56 Prozent der Unfälle sind Auffahrunfälle - in den meisten Fällen in Verbindung mit Lkw. Die Folge: Gefährliche Situationen, Behinderungen, lange Staus - vor allem für die vielen Berufspendler. Sechs von zehn Fahrten auf der A 4 sind Arbeitswege von Pendlerinnen und Pendlern aus der Ostregion.

Schritt eins: Sicherheits-Sofort-Maßnahmen Fischamend - Staatsgrenze

Rasche, bauliche Maßnahmen sollen Unfälle verhindern bzw. die Unfall-Folgen abmildern:
* zusätzliche Leitschienen,
* neue und verbesserte Bodenmarkierungen,
* Reflektoren an Leitschienen und Betonleitwänden,
* zusätzliche Überkopf-Wegweiser bei den Abschlussstellen Gesamtinvestition: Fünf Millionen Euro

Schritt zwei: 3-spuriger Ausbau Flughafen - Fischamend

In den Jahren 2014 und 2015 wird der A 4 Abschnitt Flughafen bis Fischamend auf drei Spuren erweitert - die Breite beträgt dann statt derzeit 27 Meter 35 Meter.
Investition dafür: 45 Millionen Euro

Schritt drei: Generalsanierung Neusiedl - Staatsgrenze

In den Jahren 2015 bis 2017 wird die A 4 im Abschnitt Neusiedl bis zur Staatsgrenze generalsaniert. Ziel ist mehr Verkehrssicherheit durch eine bessere Griffigkeit der Oberfläche.
Investition dafür: 50 Millionen Euro

Schritt vier: 3-spuriger Ausbau Fischamend - Neusiedl

Östlich von Fischamend bis zur Anschlussstelle Neusiedl ist die A 4 derzeit 24 Meter breit - es sind nur sehr schmale Pannenstreifen vorhanden. Ein Ausbau auf drei Spuren plus einen Pannenstreifen pro Richtung erfordert daher eine Verbreiterung um elf Meter.
Aufgrund der Verkehrsprognosen wird bei weiter steigendem Verkehr die A 4 in diesem Bereich ab 2020 teilweise überlastet sein. Die ASFINAG wird daher die A 4 von Fischamend bis Neusiedl durchgehend 3-spurig ausbauen. Baubeginn: 2018. Planungsbeginn: sofort
Gesamtinvestition dafür: 245 Millionen Euro

Lkw-Fahrverbot, mehr Kontrolle von Tempo und Abstand, moderne VBA

Die A 4 Ostautobahn ist gekennzeichnet durch einen hohen Lkw-Anteil, einen hohen Pendleranteil und durch hohe Verkehrsspitzen in den Morgen- und Abendstunden. Ergänzt werden sollen die baulichen Sicherheitsmaßnahmen daher durch:

  • ein Überholverbot für Lkw schwerer als 3,5 Tonnen (statt wie bisher erst ab mehr als 7,5 Tonnen) von Fischamend bis zum Grenzübergang Nickelsdorf
  • die Errichtung von Radaranlagen mit Frontfotografie an kritischen, unfallträchtigen Stellen
  • die Möglichkeit von verstärkten Abstandskontrollen
  • die Errichtung einer Verkehrs-Beeinflussungsanlage (VBA) vom Flughafen bis zur Anschlussstelle Neusiedl zur besseren Steuerung des Verkehrs
  • die Errichtung eines neuen Verkehrskontrollplatzes an der A4 (Bruck an der Leitha), Fertigstellung: Herbst 2015

Die dazugehörige Grafik finden Sie hier:
www.bmvit.gv.at/verkehr/strasse/sicherheit/downloads/sicherheit_ostre gion.pdf

Rückfragen & Kontakt:

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Mag.a Marianne Lackner, Pressesprecherin
Tel.: +43 (0) 1 711 6265-8121
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