ÖAMTC: Alternative Erdgas - sicher, kostengünstig, umweltfreundlich (Teil 1, + Foto, + Grafik)

Club, E-Control und FGW fordern Kostensicherheit und Abgabenbefreiung

Wien (OTS) - Erdgas (Compressed Natural Gas - CNG) als Kraftstoff ist eine marktfähige und sofort einsetzbare Technologie mit Umwelt- und Preisvorteilen. Dennoch hat sich diese Alternative am Markt noch nicht durchgesetzt. Der ÖAMTC und der Fachverband der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW) sowie Fiat, Opel und VW präsentierten heute, Donnerstag, ein Forderungspaket an die nächste Bundesregierung. Unterstützt wurden sie dabei von der Energie-Control Austria (E-Control).

Konkret fordern die Proponenten:
* Keine Kraftstoff-Steuer auf Erdgas bis 2025 ("Keine MÖSt auf Erdgas").
* Eine bundesweite Anschaffungs-Förderung (z.B. NoVA-Befreiung) bis 2025, um Gleichpreisigkeit zu konventionellen Antrieben herzustellen.

Darüber hinaus befürworten die Partner eine Erdgasabgaben-Befreiung für in das Erdgasnetz eingespeistes und an anderer Stelle entnommenes Biomethan (in Anlehnung an die steuerliche Behandlung von Biodiesel und Bioethanol) sowie weitere Anreize zum Umstieg auf Erdgas-Pkw und andere alternativ angetriebene Pkw (z.B. Begünstigungen bei der KfZ-Steuer).

Eines der wesentlichsten Argumente pro Erdgas liegt für den ÖAMTC in der hohen Wirtschaftlichkeit: Derzeit können um denselben Geldbetrag mit einem Erdgas-Pkw Strecken zurückgelegt werden, die um rund 50 Prozent (Diesel) bzw. 100 Prozent (Benzin) länger sind. Dennoch haben laut ÖAMTC-Umfrage viele Konsumenten Vorbehalte gegenüber Erdgas-Autos. Sie fürchten ein erhöhtes Explosionsrisiko bei Unfällen und Einschränkungen bei der Einfahrt in Garagen. "Beides ist ungerechtfertigt. Ein Crashtest des ÖAMTC bestätigte die technische Sicherheit von Erdgas-Pkw. Einfahrtsverbote in Garagen beruhen auf der in einigen Bundesländern fehlenden Unterscheidung zwischen Flüssiggas und CNG. Hier hat der Gesetzgeber Nachholbedarf", betonte Bernhard Wiesinger, Leiter der ÖAMTC-Interessenvertretung.

Umweltfreundliches Erdgas - 21 Prozent weniger CO2

Erdgas ist nicht nur kostengünstiger, es hat auch enorme Vorteile in der Ökobilanz. "Beim Einsatz eines Erdgas-Pkw können die CO2-Emissionen im Vergleich zu einem konventionell betriebenen Pkw um bis zu 21 Prozent reduziert werden", erklärte Wolfgang Altmann, Bereichssprecher GAS Handel des Fachverbands der Gas- und Wärmeversorgungsunternehmungen (FGW). Außerdem gibt es bei der Beimischung von Biomethan - im Gegensatz zu Benzin und Diesel - keine Beschränkungen. Neben Biomethan, das aus Abfällen und Reststoffen erzeugt werden kann, gibt es auch die Möglichkeit, Wasserstoff oder sogenanntes E-Gas aus regenerativen Quellen, wie zum Beispiel Windkraft, in das allgemeine Erdgasnetz einzuspeisen.

Versorgungssicherheit - 20 Prozent Eigenproduktion, ausgebautes Erdgasnetz

Darüber hinaus garantiert die Kombination aus einem gut ausgebauten, österreichweiten Erdgasleitungsnetz, hohen Erdgasspeicherkapazitäten und einer Eigenproduktion von ca. 20 Prozent des Verbrauchs eine flächendeckende und krisenresistente Versorgung mit Erdgas. "Mit 175 öffentlichen CNG-Tankstellen besteht schon jetzt ein gut ausgebautes Tankstellennetz, das den flächendeckenden Einsatz von Erdgasfahrzeugen ermöglicht und bei steigender Nachfrage auch weiter verdichtet werden kann. Die Versorgung der einzelnen Tankstellen erfolgt über das allgemeine Erdgasnetz. Das verringert den Lkw-Verkehr, der durch die Lieferung von Kraftstoffen entsteht, und auch die damit verbundenen CO2-Emissionen. Außerdem ermöglicht das Erdgasnetz einen raschen Ausbau des Tankstellennetzes", betonte Walter Boltz, Vorstand der Energie-Control Austria (E-Control) die Vorteile.

Versorgungssicherheit bieten auch die Hersteller. So sollen im Laufe der kommenden Monate weitere Erdgasmodelle auf den Markt kommen, wie zum Beispiel der Fiat 500L oder der VW Golf. Opel plant ebenfalls eine Ausweitung des Angebots seiner CNG-betriebenen Fahrzeugmodelle.

1.000 Euro Ersparnis - Caritas Salzburg setzt auf Erdgas

Erdgas nutzen bereits etliche Flottenbetreiber. Franz Neumayer, Generalsekretär der Caritas Salzburg, bekräftigte im Rahmen des ÖAMTC-Pressegesprächs die Vorteile. "Die Kosteneinsparungen im Vergleich zu einem Diesel-Pkw liegen bei 1.000 Euro im Jahr. Darüber hinaus war für uns als Klimabündnispartner der Faktor Klimaschutz ausschlaggebend für die Wahl von Erdgas-Pkw in unserer Fahrzeugflotte", so Neumayer.

Aviso an die Redaktionen:
Bildmaterial zu dieser Aussendung ist unter www.oeamtc.at/presse abrufbar.

(Forts.)

Rückfragen & Kontakt:

ÖAMTC-Kommunikation
Tel.: +43 (0) 1 711 99-1218
kommunikation@oeamtc.at
http://www.oeamtc.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | OCP0001