• 24.07.2013, 16:59:50
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Energiewende benötigt positive Kräfte - Negativkräfte erhöhen nur die Kosten

Wien (OTS) - Wie jede andere große Veränderung auch benötigt die
zweite Energierevolution - hin zu den erneuerbaren und regionalen
Energieträgern - viele positive Kräfte im Bereich der Politik, der
Wissenschaft und der umsetzenden Wirtschaft/Bevölkerung. Zu einem
derartigen Prozess gehören natürlich auch das kritische Hinterfragen
des eingeschlagenen Weges und deren Details. Im Sinne der
Zielerreichung muss die Fragestellung daher lauten wie diese
Energiewende erreicht werden kann und welche Maßnahmen zur
Zielerreichung notwendig sind. Leider gibt es auch Personen und
Institutionen die öffentliche Mittel rein zur Verhinderung der dieser
Entwicklung einsetzen. Die dafür im Hintergrund beauftragten Studien,
durchgeführten Tagungen etc. sind letztlich reine zusätzliche
Kostenverursacher und helfen keinesfalls die anstehenden
Herausforderungen zu meistern. Dem Zitat von E Control Vorstand
Walter Boltz nämlich das die Förderungen für Güssing nur die Spitze
des Eisberges der Energieförderungen darstellen ist inhaltlich leider
richtig, denn für Atomenergie wurden lt. Aussendung der EU 2011 um 5
Mrd. Euro mehr ausgegeben als für erneuerbare Energie.

Da es gerade im Stromsektor sehr hohe Förderungen gab und gibt
(siehe Atomenergieförderung der EU, Ankündigung der Weltbank zum
Ausstieg aus der Kohlekraftförderung...) sowie der Großteil des
bestehenden Kraftwerksparks mit bereits abgeschriebenen Kraftwerken
anbieten kann, bedürfen neue Technologien neben der Forschung auch
der finanziellen Unterstützung.

Biogas konnte dank des Ökostromgesetzes zum Ökostromproduzenten
mit den höchsten Volllaststunden entwickelt werden und bringt somit
ideale Voraussetzungen für die Spitzenstrom- und
Ausgleichsenergielieferung sowie Netzstabilisierung. Die Biomasse
stellt dabei den idealen Energiespeicher mit geringsten Verlusten dar
und ermöglicht dadurch diesen notwendigen Ausgleich zu Wind, Sonne
und Wasser. Technologische Entwicklungen der letzten Jahre sowie
aktuelle Forschungen ermöglichen eine Vielzahl an einzusetzenden
Substraten von organischen Abfällen der Haushalte, des Gewerbes und
der Landwirtschaft bis hin zu Energiepflanzen. Zudem konnte die
Aufbereitung von Biogas auf Erdgasqualität entwickelt werden. Mit
diesem Biomethan verfügen wir bereits heute über einen Biokraftstoff
der zweiten Generation und können erstmals erneuerbare Energie via
Erdgasnetz zum Kunden bringen.

Rohstoffabhängige Energieformen decken ca. 75% des
Gesamtenergiebedarfes von Österreich. 20% davon kommen aus heimischer
Biomasse mit regionaler Wertschöpfung. Es ist daher unerklärlich das
der Vorstand der E-Control gerade mit dieser inländischen
Wertschöpfung Probleme hat aber die Risiken, Kosten, Unsicherheiten
und sonstigen Nachteile der importierten Energierohstoffe wie Kohle
und Erdöl verschweigt.

Richtig ist es daher nicht den Prozess der Energiewende auf halben
Weg mittels Verhinderungsstrategien zu stoppen sondern die Qualitäten
der einzelnen erneuerbaren Energieträger positiv zu nutzen und diese
durch entsprechende Maßnahmen im Bereich der Forschung und
Gesetzgebung in die Zielrichtung zu bringen.

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | KOM

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