• 19.07.2013, 10:11:59
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FSG-Peschek ad Faymann: Her mit dem Ausbildungsfonds!

ÖVP und WKÖ dürfen die Zukunftsperspektiven der Jugend nicht am Profitaltar opfern.

Utl.: ÖVP und WKÖ dürfen die Zukunftsperspektiven der Jugend nicht
am Profitaltar opfern. =

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir unterstützen die Forderung von Bundeskanzler
Werner Faymann nach einem Ausbildungsfonds. Beispielsweise bilden in
Wien nur mehr 8,5 Prozent der Betriebe Lehrlinge aus, auch in ganz
Österreich sind die Zahlen der privaten Ausbildungsbetrieben seit
Jahren rückläufig. Gleichzeitig wird oftmals lauthals nach
Fachkräften gerufen. Doch diese fallen nicht vom Himmel, sondern
müssen ausgebildet werden. ÖVP und die Wirtschaftskammer müssen sich
entscheiden: Sind sie am Gemeinwohl und an Zukunftsperspektiven
junger Menschen interessiert oder verstehen sie sich ausschließlich
als Sprachrohr rücksichtsloser Profitmaximierer, Konzernbosse und
Superreiche? Das FPÖ/ÖVP Modell der Steuergeschenke an Firmenbosse
ist nachweislich gescheitert. ÖVP und WKÖ dürfen die Interessen der
Jugend nicht am Profitaltar opfern! Die Sozialdemokratie stellt
jedenfalls die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt, daher
werden wir gemeinsam für den flächendeckenden Ausbildungsfonds
kämpfen, denn mit einer guten Ausbildung ist die Grundlage für ein
selbstbestimmtes Leben in Würde geschaffen!", so Christoph Peschek,
Wiener Jugendvorsitzender der Fraktion sozialdemokratischer
GewerkschafterInnen (FSG).++++

"Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell. Dennoch müssen wir
auch diese im Bereich der Qualität und Quantität weiterentwickeln.
Immer mehr Betriebe verabschieden sich leider von ihrer sozialen
Verantwortung. Gab es beispielsweise in Wien 1980 noch 29.776
Lehrstellen in der Privatwirtschaft, waren es 2012 nur mehr 13.348 in
der Privatwirtschaft. Umso wichtiger ist die von der Stadtregierung
umgesetzte 'Wiener Ausbildungsgarantie'. Über 1.200 Jugendliche
können bei der Stadt Wien eine Lehrausbildung machen, rund 3.500 in
überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen. Wünschenswert wäre
darüberhinaus, dass auch die Bundesregierung und Europäische Union
bei der Auftragsvergabe verstärkt Ausbildungsbetriebe
berücksichtigen, wie dies in Wien bereits umgesetzt wird. Denn wer
sich um das Gemeinwesen kümmert, soll auch verstärkt - im Gegensatz
zu rücksichtslosen Profitmaximierern - davon profitieren", so der
Junggewerkschafter.

"Letztlich geht es auch um Gerechtigkeit innerhalb der
ArbeitgeberInnen: Der Großteil der Lehrausbildung findet in Klein-
und Mittelbetrieben statt. Die Großbetriebe werben dann oftmals die
Fachkräfte nach ihrer Ausbildung ab oder bilden in Relation zur
Gesamtzahl der ArbeitnehmerInnen viel zuwenig aus. Daher möchte ich
mich auch ausdrücklichen bei jenen Betrieben bedanken, die mit viel
Herz und Engagement für eine tolle Lehrausbildung sorgen! Mit einem
Ausbildungsfonds würden rücksichtslose, ausbildungsfaule
ArbeitgeberInnen einzahlen und jene, welche Lehrlinge qualitativ
hochwertig ausbilden eine Förderung erhalten. Gleichzeitig hätten wir
mehr finanzielle Möglichkeiten für Bildungs- sowie
Arbeitsmarktmaßnahmen", so Peschek abschließend.

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