FSG-Peschek ad Faymann: Her mit dem Ausbildungsfonds!

ÖVP und WKÖ dürfen die Zukunftsperspektiven der Jugend nicht am Profitaltar opfern.

Wien (OTS/ÖGB) - "Wir unterstützen die Forderung von Bundeskanzler Werner Faymann nach einem Ausbildungsfonds. Beispielsweise bilden in Wien nur mehr 8,5 Prozent der Betriebe Lehrlinge aus, auch in ganz Österreich sind die Zahlen der privaten Ausbildungsbetrieben seit Jahren rückläufig. Gleichzeitig wird oftmals lauthals nach Fachkräften gerufen. Doch diese fallen nicht vom Himmel, sondern müssen ausgebildet werden. ÖVP und die Wirtschaftskammer müssen sich entscheiden: Sind sie am Gemeinwohl und an Zukunftsperspektiven junger Menschen interessiert oder verstehen sie sich ausschließlich als Sprachrohr rücksichtsloser Profitmaximierer, Konzernbosse und Superreiche? Das FPÖ/ÖVP Modell der Steuergeschenke an Firmenbosse ist nachweislich gescheitert. ÖVP und WKÖ dürfen die Interessen der Jugend nicht am Profitaltar opfern! Die Sozialdemokratie stellt jedenfalls die Bedürfnisse der Menschen in den Mittelpunkt, daher werden wir gemeinsam für den flächendeckenden Ausbildungsfonds kämpfen, denn mit einer guten Ausbildung ist die Grundlage für ein selbstbestimmtes Leben in Würde geschaffen!", so Christoph Peschek, Wiener Jugendvorsitzender der Fraktion sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG).++++

"Die duale Berufsausbildung ist ein Erfolgsmodell. Dennoch müssen wir auch diese im Bereich der Qualität und Quantität weiterentwickeln. Immer mehr Betriebe verabschieden sich leider von ihrer sozialen Verantwortung. Gab es beispielsweise in Wien 1980 noch 29.776 Lehrstellen in der Privatwirtschaft, waren es 2012 nur mehr 13.348 in der Privatwirtschaft. Umso wichtiger ist die von der Stadtregierung umgesetzte 'Wiener Ausbildungsgarantie'. Über 1.200 Jugendliche können bei der Stadt Wien eine Lehrausbildung machen, rund 3.500 in überbetrieblichen Ausbildungseinrichtungen. Wünschenswert wäre darüberhinaus, dass auch die Bundesregierung und Europäische Union bei der Auftragsvergabe verstärkt Ausbildungsbetriebe berücksichtigen, wie dies in Wien bereits umgesetzt wird. Denn wer sich um das Gemeinwesen kümmert, soll auch verstärkt - im Gegensatz zu rücksichtslosen Profitmaximierern - davon profitieren", so der Junggewerkschafter.

"Letztlich geht es auch um Gerechtigkeit innerhalb der ArbeitgeberInnen: Der Großteil der Lehrausbildung findet in Klein-und Mittelbetrieben statt. Die Großbetriebe werben dann oftmals die Fachkräfte nach ihrer Ausbildung ab oder bilden in Relation zur Gesamtzahl der ArbeitnehmerInnen viel zuwenig aus. Daher möchte ich mich auch ausdrücklichen bei jenen Betrieben bedanken, die mit viel Herz und Engagement für eine tolle Lehrausbildung sorgen! Mit einem Ausbildungsfonds würden rücksichtslose, ausbildungsfaule ArbeitgeberInnen einzahlen und jene, welche Lehrlinge qualitativ hochwertig ausbilden eine Förderung erhalten. Gleichzeitig hätten wir mehr finanzielle Möglichkeiten für Bildungs- sowie Arbeitsmarktmaßnahmen", so Peschek abschließend.

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