- 18.07.2013, 13:26:29
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Auer: Landwirtschaft leidet unter starken Einkommensschwankungen
Viele Erzeugerpreise unter Dauerdruck - Ausgleich für Berggebiete notwendig
Utl.: Viele Erzeugerpreise unter Dauerdruck - Ausgleich für
Berggebiete notwendig =
Wien (OTS) - Jahr für Jahr liegt mit dem Grünen Bericht auch eine
Einkommensstatistik der österreichischen Landwirtschaft vor. Heute
wurde der aktuelle Bericht veröffentlicht. "Mit einem Minus von 7%
hat unsere Landwirtschaft im Unwetterjahr 2012 wieder eine Delle nach
unten bekommen. Starke Schwankungen im Jahreseinkommen gleichen sich
gerechnet auf das Dreijahresmittel aber aus. Trotzdem liegt das
Einkommen in der Landwirtschaft unter dem Bruttojahreseinkommen der
Erwerbstätigen. Ein buchführender Durchschnittslandwirt hat demnach
EUR 21.550,- verdient", bezieht sich Bauernbund-Präsident Jakob Auer
auf das durchschnittliche Einkommen je nicht entlohnter Arbeitskraft.
Je Betrieb gerechnet verliert ein Durchschnittshof 8% seines
Einkommens. Es sei "nichts Neues, dass die Landwirtschaft unter
starken Einkommensschwankungen leidet und ein Bauer
unterdurchschnittlich verdient", verwies Auer auf das Gefälle zu den
unselbstständig Erwerbstätigen. "Die Erzeugerpreise stehen unter
Dauerdruck. Die gestiegenen Kosten für Energie, Treibstoffe sowie
Dünge- und Pflanzenschutzmittel drücken zwangsläufig die Einkommen",
erklärte der Bauernbund-Präsident zur verschärften Kostensituation.
Höhere AZ und Investförderung für Bergbauern
Auch die Lage des Betriebes wirkt sich auf das Einkommen aus: Der
Einkommensabstand zwischen Berggebiet und Gunstlage vergrößert sich
immer mehr. Ein Bergbauernhof hat vergangenes Jahr durchschnittlich
13% seines Einkommens eingebüßt. Der Rückstand zwischen Bergbauern
und Nichtbauernbetriebe ist mit 33% "schon überdeutlich und
empfindlich". Deshalb macht sich der Bauernbund für eine erhöhte
Ausgleichszulage für die Zonen 3 und 4 stark: "In der nächsten
GAP-Programmperiode muss es für diese Bergbauern mehr Geld bei der
Ausgleichszulage und der Investförderung geben", so Auer.
Pochen auf Einhaltung der Kofinanzierungs-Zusage der Regierung
"Dieses Ergebnis liefert starke Gründe, die Regierung an ihr
gegebenes Versprechen zu erinnern, dass Kanzler Faymann und
Vizekanzler Spindelegger die GAP mit 50% national kofinanzieren
wollen. Die Agrargelder sind der stabilisierende Anker unserer
bäuerlichen Landwirtschaft. Wir pochen darauf, dass gegebene
Versprechen eingehalten werden", so Bauernbund-Präsident
abschließend.
(Schluss)
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