- 17.07.2013, 12:43:14
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Vermischtes aus Salzburg
Wien (OTS) - Viel Neues von den Salzburger Festspielen in der morgen
erscheinenden NEWS-Ausgabe. Der Dirigent Nikolaus Harnoncourt nennt
die Vorgänge um die Ablöse des Intendanten Alexander Pereira "zum
Kotzen": "Es wurde von vielen Elementen an Pereiras Abschied
gearbeitet, aber gute kann ich darunter nicht entdecken. Leute, die
von Kultur keine Ahnung haben, rühren in der Kultur herum." Er selbst
dirigiert in Pereiras Abschiedssommer 2014 Schuberts "Fierrabras" mit
den Wiener Philharmonikern. Weiter in die Zukunft denke er nicht.
Auch der Pianist Rudolf Buchbinder kritisiert die Vorgänge um
Pereira und die politische Gängelung der Festspiele. In Salzburg
verwirklicht er nächsten Sommer ein für die Festspiele einzigartiges
Projekt: alle Klaviersonaten Beethovens an sieben Abenden.
Pereiras "Ouverture Spirituelle", das einleitende Festival
geistlicher Musik, wird nach dem Abgang des Intendanten nicht
abgeschafft, aber wohl verkürzt, wie Präsidentin Helga Rabl-Stadler
anmerkt. Das von Pereira generierte Sponsorenniveau werde man wohl
nicht halten. Seine Planung für 2015 und 2016 bestehe aus "guten
Ideen, an denen wir weiterarbeiten wollen. Es gibt allerdings keinen
einzigen schriftlichen Vertrag".
Der lettische Regisseur Alvis Hermanis, der Harrison Birtwistles
"Gawain" probt, bestätigt eine spektakuläre Aufgabe: Er wird 2017 an
der Wiener Staatsoper Wagners "Parsifal" neu inszenieren.
Und endlich steuert die intendantensuche für 2017 weiter auf
Markus Hinterhäuser hin. Salzburgs Bürgermeister, Kurator Heinz
Schaden, der Hinterhäuser schon nannte: "Ich darf keinen Namen sagen,
aber wir sind uns relativ klar, was wir wollen. Auch der Betriebsrat
ist sich einig, dass jetzt Ruhe einkehren muss." Gegen Hinterhäuser
gebe es im Kuratorium keinen Einwand, die Entscheidung solle noch vor
Antritt der neuen Bundesregierung fallen. Das Nämliche wird laut NEWS
aus dem Kunstministerium signalisiert.
Endlich kündigt Schaden die dringend geforderte Valorisierung der
Festspielsubvention spätestens 2015 an.
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