• 16.07.2013, 09:24:03
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Horner: "Öffentliche Sozialversicherung ist das weltbeste Pensionssystem"

"Dritte Säule" für SPÖ-Landesgeschäftsführer meist pure Geschäftemacherei, Transparenz wichtig

Utl.: "Dritte Säule" für SPÖ-Landesgeschäftsführer meist pure
Geschäftemacherei, Transparenz wichtig =

Linz (OTS) - Konsumentenschützer und Wirtschaftsexperten sind sich
einig: Die 2003 von Schwarz-Blau unter Wolfgang Schüssel eingeführte
staatlich geförderte Zukunftsvorsorge war von Anfang an eine
Fehlkonstruktion. Schon allein deshalb, weil es sich um ein sehr
starres Instrument handle, an dass man sich mindestens zehn Jahre
binden musste. Dazu kommt, dass die Gebühren und Verwaltungskosten
der Anbieter viel von möglichen Zuwächsen aufgefressen haben.
Außerdem konnten die unweigerlichen Kursverluste an der Wiener Börse
nie mehr aufgeholt werden - auch mangels Anlagealternativen. Ähnlich
schlecht läuft es mit den Erträgen und Verzinsungen von
Lebensversicherungen.

Kritik kommt dazu nun von Christian Horner, dem Geschäftsführer der
SPÖ Oberösterreich. "Die dritte Säule unseres Pensionssystems
bröckelt ordentlich. Es handelt sich hier meist um pure
Geschäftemacherei, die ein hohes Risiko für die MitbürgerInnen mit
sich bringt." Die öffentliche Sozialversicherung, die erste Säule,
sei nach wie vor das weltbeste und sicherste Pensionssystem für die
Versicherten. Wer das Gegenteil behaupte, könne offenbar nicht
rechnen. Laut Prognosen werde die durchschnittliche Lebenserwartung
bis zum Jahr 2060 zwar um bis zu acht Jahre steigen, das sei aber
eine erfreuliche Entwicklung und kein Problem.

"Manche wittern darin allerdings eine Chance, aus der Sorge der
Menschen Kapital zu schlagen und beispielsweise eine Anhebung des
Pensionsalters, Pensionskürzungen und den Ausbau privater Vorsorge zu
fordern. Angesichts der schlechten Erträge von privaten
Pensionsverträgen oder Erlebensversicherungen ist das eine grobe
Irreführung der Menschen im Land. Da ist mehr Transparenz gefragt. Es
muss seitens der Anbieter klar und deutlich darauf hingewiesen
werden, dass die Menschen bei diesen Produkten auch die Verlierer
sein können", sagt Horner, der fest davon überzeugt ist, dass es auch
anders gehe.

"Das gesetzliche Pensionsalter muss bleiben und wird mit der SPÖ
Oberösterreich sicher nicht angehoben. Da gibt es absolut keine
Kompromisse." Der Landesgeschäftsführer weiß, dass die demographische
Entwicklung - mehr Ältere, wenig Jüngere - ihren Schrecken
verliert, wenn möglichst viele Menschen eine gut bezahlte
Beschäftigung haben. Hier seien ÖVP und Wirtschaft gefordert, ihre
Verantwortung wahrzunehmen und dafür zu sorgen, dass ältere Menschen
bis zum Erreichen ihrer Pension auf altersgerechten Arbeitsplätzen
arbeiten können. "Für eine langfristige Absicherung unserer Pensionen
müssen wir bei der Beschäftigung und der Verantwortung von Industrie
und Wirtschaft ansetzen und ganz sicher nicht bei der Pensionshöhe.
Auch da zählt Transparenz. Wie bereits früher vorgeschlagen, sollen
etwa Unternehmen mit mehr als 50 MitarbeiterInnen jährlich
veröffentlichen, wie viele Menschen über 60 sie beschäftigen", so
Horner.

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