Ackerl: "Querschüsse aus der ÖVP müssen aufhören"

Oberösterreichs SPÖ-Chef versteht neuerliche Kritik an Linzer Medizin-Fakultät nicht

Linz (OTS) - Die Querschüsse der ÖVP gegen die Linzer Medizin-Fakultät reißen einfach nicht ab. So drohte zuletzt der schwarze Salzburger Landesrat Christian Stöckl sogar mit einer Klage beim Verfassungsgerichtshof, sollte "sein" Bundesland nicht die geforderten 30 Millionen Euro als Ausgleich für die Medizinerausbildung in der privaten Paracelsus-Uni erhalten. Salzburg habe nämlich schon seit 1962 eine Medizinische Fakultät geplant, allerdings vom Bund immer eine Absage erhalten.

Oberösterreichs SPÖ-Landesparteivorsitzender Josef Ackerl dazu: "Ich verstehe die ÖVP nicht. Teile der Partei sind für die Medizin-Fakultät in Linz, andere Teile wettern heftig dagegen. So stelle ich mir keine seriöse Politik vor." Die Medizin-Fakultät in Linz sei enorm wichtig, man dürfe dieses wegweisende Projekt jetzt nicht mehr in Frage stellen. Auch ÖVP-Finanzministerin Maria Fekter fahre laut Ackerl einen Zick-Zack-Kurs und scheue klare Entscheidungen. "Das sind wir ja von Fekter gewöhnt."

Die ÖVP-Politikerin sei zwar für die neue Einrichtung in Linz, wolle aber auf all die finanziellen Forderungen rund um die geplante Medizin-Fakultät nicht eingehen. Das sei eine Frage des nächsten Budgets, so Fekter. Ackerl: "Ich weiß nicht, warum die Frau Finanzministerin hier nicht klar Stellung bezieht und sagt, was Sache ist." Oberösterreichs Landeshauptmann Josef Pühringer habe seine Parteikollegen offenbar nicht im Griff. "Ich würde mir bei der ÖVP eine einheitliche Linie in Sachen Medizin-Fakultät wünschen", betont Ackerl.

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