"KURIER": Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser klagt seinen früheren Steuerberater auf Schadenersatz

Rechtsstreit. Ex-Finanzminister wirft Deloitte vor, ihn falsch beraten zu haben. Er fordert 366.000 Euro zurück.

Wien (OTS) - Die Tageszeitung KURIER berichtet in ihrer Samstag-Ausgabe über eine 25 Seiten starke Klage, die Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser gegen seinen früheren Steuerberater Deloitte beim Handelsgericht Wien eingebracht hat.

Grasser, gegen den ein Abgaben- und ein Finanzstrafverfahren anhängig ist, fordert von Deloitte 366.600 Euro Schadenersatz wegen falscher Beratung.

Laut Klage soll Deloitte dem Ex-Minister zur Gründung einen Firmenkonstruktion um die Liechtensteiner Stiftung Waterland und fünf weiteren Auslands-Gesellschaften geraten haben. Dabei soll ihn die Steuerberatungsfirma "in keinster Weise darüber aufgeklärt haben, dass die empfohlene Konstruktion mit rechtlichen Risiken behaftet sein könnte". Hätte er gewusst, bringt Grasser nun vor, dass die Rechtmäßigkeit seines Firmengeflechts von der Steuerbehörde "auch nur in Zweifel gezogen werden könnte, hätte er sich für eine andere Konstruktion entschieden".

Indes weist Deloitte auf Anfrage des KURIER die Vorwürfe zurück. Man habe völlig korrekt gehandelt und habe keine Beratungsfehler begangen.

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