Razborcan: Verbesserung der Erreichbarkeit des Wald- und Weinviertels durch Schnellstraßen und Ausbau des Bahnnetzes

Leistungsfähige Infrastruktur schafft Standortqualität und Arbeitsplätze

St. Pölten, (OTS/SPI) - Die Erreichbarkeit des Waldviertels ist sowohl per Bahn als auch per Straße nicht ausreichend. Dies hat dazu geführt, dass das Waldviertel die Region in Niederösterreich ist, die sich am schwächsten entwickelt hat. Darüber hinaus stellen die bestehenden Bundestrassen aufgrund der hohen Unfallzahlen ein hohes Sicherheitsrisiko dar. Was das Waldviertel betrifft, ist der bisherige Ausbau der S3 Stockerau-Hollabrunn und der vorgesehene selektive Ausbau von Hollabrunn-Süd bis Guntersdorf ein Schritt in die richtige Richtung. Allerdings reicht dieser Ausbau allein nicht aus, denn entlang der B4 (Stockerau - Horn - Geras) sowie entlang der B37 (Krems - Gföhl - Zwettl) sind die vorhandenen Gewerbezentren, Gewerbeparks und Betriebe derzeit wirtschaftlich noch gut aufgestellt, verlieren aber durch die schlechte Straßenanbindung immer mehr an Standortqualität. "Wenn keine Maßnahmen entlang der B4 und der B37 getroffen werden, so wird sich das Waldviertel auch weiterhin nur schlecht entwickeln können. Dadurch verliert die Region Arbeitsplätze und die Abwanderung wird sich verstärken. Daher ist eine Verbesserung der Verkehrsanbindung an das hochrangige Straßennetz, wie die SPNÖ mit einer Waldviertelautobahn fordert, dringend notwendig", so der Verkehrssprecher der NÖ Sozialdemokraten, LAbg. Gerhard Razborcan.

"Ähnliches gilt auch für das Weinviertel, obgleich dort mit dem Bau der Nordautobahn und dem geplanten Ausbau der S8 in den letzten Jahren viel Nachholbedarf abgearbeitet wurde bzw. noch abgearbeitet werden wird", so Razborcan, der auch die Wichtigkeit des Ausbaus der Franz Josefs-Bahn betont: "Der Vorteil der Franz-Josefs-Bahn ist, dass diese durchgehend elektrifiziert und zwischen Wien und Absdorf-Hippersdorf zweigleisig ist. Probleme liegen im nicht durchgehenden zweigleisigen Ausbau, im Fehlen eines attraktiven Taktverkehrs und langer Fahrzeiten. Als Verbesserungen sollte der zweigleisige Ausbau vorangetrieben, die Fahrzeiten zwischen Gmünd -Wien FJBf auf unter 2 Stunden reduziert und ein durchgehender und konsequenten Taktverkehr geschaffen werden. Ebenso müssen die Aufenthalte reduziert werden."

Der SPNÖ-Verkehrspolitiker möchte aber auch einen ganz besonderen Focus auf die Wasserstraße Donau lenken. "Die Möglichkeiten, die sich durch den Ausbau der Donau für die Schifffahrt ergeben, werden derzeit in Niederösterreich etwas stiefmütterlich behandelt. Gerade für die Region Wien-Umgebung und Bruck würden sich dadurch zahlreiche Chancen bieten. Bekanntlich werden derzeit ja bloß zehn Prozent der möglichen Kapazität auf der Donau genützt. Eine verstärkte Verlagerung des Schwerverkehrs von der Straße auf die Donau hätte, neben einer Verkehrsberuhigung für den Donauraum, auch eine erhebliche Reduktion des CO2-Ausstoßes zur Folge", so Razborcan abschließend.
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