• 10.07.2013, 16:17:48
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Medizinische Fakultät Linz - Karlheinz Töchterle: Hochschulkonferenz begrüßt ausdrücklich Bemühungen - unter bestimmten Voraussetzungen

Vertreter/innen der Uniko, der Fachhochschulkonferenz, der Senate, des Wissenschaftsrates, der ÖH und des Ministeriums plädieren für Agieren im Sinne des Hochschulplans

Utl.: Vertreter/innen der Uniko, der Fachhochschulkonferenz, der
Senate, des Wissenschaftsrates, der ÖH und des Ministeriums
plädieren für Agieren im Sinne des Hochschulplans =

Wien (OTS) - Die Hochschulkonferenz, der Vertreter/innen der
Universitätenkonferenz (uniko), der Fachhochschulkonferenz (FHK), der
Senate, des Wissenschaftsrates, der Österreichischen
Hochschüler/innenschaft (ÖH) und des Ministeriums angehören, hat in
ihrer heutigen Sitzung die inhaltlichen und finanziellen Bemühungen
des Landes Oberösterreich zur Stärkung des Hochschulstandortes Linz
ausdrücklich begrüßt, sie aber an bestimmte Voraussetzungen gebunden.
Darüber informierten Wissenschafts- und Forschungsminister Dr.
Karlheinz Töchterle, uniko-Präsident Dr. Heinrich Schmidinger,
FHK-Präsident Dr. Helmut Holzinger, Senatsvorsitzenden-Sprecher Dr.
Helmut Fuchs, Dr. Ulrike Plettenbacher (Wissenschaftsrat) und
ÖH-Vorsitzender Florian Kraushofer im Anschluss an die Sitzung im
Wissenschaftsministerium.

Am Beginn der Sitzung der Hochschulkonferenz präsentierten
Vertreter/innen Oberösterreichs, darunter Rektor Dr. Richard
Hagelauer, das geplante Vorhaben und standen für Fragen zur
Verfügung, anschließend folgten die Beratungen der
Hochschulkonferenz. "Ich habe von Beginn an betont, die
Hochschulkonferenz in diesen Prozess einzubeziehen, und wir hatten
heute eine sehr intensive, sachliche Diskussion", so Töchterle. "Die
Realisierung kann nur unter gewissen Voraussetzungen erfolgen, die
wir heute im Sinne einer gesamtheitlichen Stärkung des heimischen
Wissenschafts- und Forschungsstandortes definiert haben." Das
einstimmige Votum sieht Töchterle als "Vertraunsvorschuss" und
"Stärkung meiner Position zum weiteren Ausbau des gesamten tertiären
Sektors".

Die Einrichtung einer neuen medizinischen Fakultät und der Ausbau von
medizinischen Studienplätzen sind im Sinn des Hochschulplans und
seiner Bereiche als Teil einer einheitlichen Vorgangsweise zu sehen.
Deshalb kann die Einrichtung einer medizinischen Fakultät an der JKU
Linz nur dann befürwortet werden,
- wenn von der Bundesregierung gleichzeitig mit einer allfälligen
Artikel 15a Vereinbarung beschlossen wird, dass sie Teil einer
Gesamtstrategie zu einer umfassenden dynamischen Entwicklung und
Stärkung des tertiären Sektors und der Forschung in Österreich ist.
Das bedeutet, dass in der XXV. Gesetzgebungsperiode zusätzliche
Mittel für Universitäten ab dem Jahr 2016 zumindest zur Abdeckung der
laufenden Kostensteigerungen bereitgestellt werden und umgehend ein
neuer Fachhochschulentwicklungs- und -finanzierungsplan beschlossen
wird. Dieser muss jedenfalls ab dem Jahr 2014 die Abdeckung des
bisherigen Inflationsverlustes und ab 2015 ein dynamisches Wachstum
bzgl. der Zahl der Studienplätze vorsehen;
- wenn bestehende Universitätsstandorte dadurch in die Gesamtplanung
miteinbezogen werden und österreichweit eine einfache, transparente
und kostengünstige Regelung des klinischen Mehraufwandes verwirklicht
wird;
- wenn zuvor mögliche Auswirkungen auf die Quotenregelung im Bereich
der Medizinanfängerplätze untersucht sind
- sowie die konkreten Maßnahmen zur Attraktivierung des Arztberufes
(Reform der Ärzteausbildung) in Kraft sind;
- wenn im weiteren Verlauf des Planungsprozesses eine national und
international besetzte Gründungskommission eingesetzt wird und der
Prozess durch den österreichischen Wissenschaftsrat begleitet wird;
- wenn zusätzliche Aufwendungen von Studierenden (aufgrund der zwei
Standorte im vorklinischen Bereich) abgefedert werden.

Die Österreichische Hochschulkonferenz wurde auf Vorschlag der
Expertengruppe zum Hochschulplan im Mai 2012 als beratendes Gremium
eingerichtet. Sie soll die gesamtheitliche Weiterentwicklung des
österreichischen Hochschulraum begleiten und beratend tätig sein.
Mitglieder der Kerngruppe sind der Minister (kein Stimmrecht),
jeweils zwei Vertreter/innen der uniko und FHK sowie jeweils ein/e
Vertreter/in der Senate, des Wissenschaftsrates, der ÖH und des
Ministeriums.

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