• 10.07.2013, 11:56:11
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Ackerl und Kaiser: Skandalöse Verhältnisse im Jugendstrafvollzug sofort abschaffen!

SPÖ und Sozialistische Jugend OÖ fordern rasche Konsequenzen im Sinne einer Resozialisierung von straffälligen Jugendlichen

Utl.: Utl: SPÖ und Sozialistische Jugend OÖ fordern rasche
Konsequenzen im Sinne einer Resozialisierung von straffälligen
Jugendlichen =

Linz (OTS) - Zum Bekanntwerden von neuerlichen sexuellen Übergriffen
im Jugendstrafvollzug nehmen der Landesvorsitzende der SPÖ
Oberösterreich und für die Jugendwohlfahrt zuständige LHStv. Josef
Ackerl und die Landesvorsitzende der Sozialistischen Jugend OÖ und
Jugendkandidatin der SPÖ OÖ zum Nationalrat, Fiona Kaiser, Stellung.

SPOÖ-Vorsitzender Josef Ackerl ist überzeugt, dass die
Jugendgerichtsbarkeit stärker an die Situation junger Menschen
angepasst werden muss. Die Rahmenbedingungen in der Untersuchungshaft
müssen für die Jugendlichen so gestaltet werden, dass es zu keinen
Gewaltübergriffen kommen kann. Justizministerin Beatrix Karl wäre gut
beraten, sich Beispiele im internationalen Vergleich anzusehen. So
gibt es in der Schweizer Justiz eigens eingerichtete
Jugendanwaltschaften. Ein Modell, das auch in Österreich überlegt
werden sollte, damit die Unterschiede zwischen Erwachsenen und
Jugendlichen im Strafvollzug stärker herausgehoben werden könnten.

"Von Einzelfällen kann bei den massiven Missständen im
Jugendstrafvollzug nicht mehr die Rede sein, damit werden die
tragischen Vorfälle von der Justizministerin nur kleingeredet.
Monatelange Untätigkeit Karls bei Personalmangel und übervollen
Gefängnissen, sowie die Tatsache, dass die Justizministerin von
weiteren Vorfällen wusste, jedoch das System nach wie vor schön
redete, macht sie ihn ihrem Amt untragbar", so Fiona Kaiser, die den
sofortigen Rücktritt von Ministerin Karl fordert.

"Das jetzige System der U-Haft für Jugendliche ist alles andere als
resozialisierungsfördernd, Jugendliche, die aus welchem Grund auch
immer auf die schiefe Bahn geraten sind, gehören nicht eingesperrt
sondern benötigen Betreuung und Hilfe", so Kaiser, die weiters die
Wiedereinführung des von der Schüssel-Regierung abgeschafften
Jugendgerichtshofs fordert.

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