- 10.07.2013, 11:22:04
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Seeber zu EU-Tabakverordnung: Jugendschutz ja, aber keine überbordende Verpackungs-Regulierung
Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments stimmt heute über neue Regeln für Tabakprodukte ab
Utl.: Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments stimmt heute über neue
Regeln für Tabakprodukte ab =
Brüssel, 10. Juli 2013 (ÖVP-PD) "Bei der geplanten
Tabakrichtlinie soll sich die EU darauf konzentrieren, Jugendliche
vom Rauchen abzuhalten. Jugendschutz ja, aber keine überbordende
Verpackungs-Regulierung", so der Umwelt- und Gesundheitssprecher
der Europäischen Volkspartei (EVP), Richard Seeber, heute im
Vorfeld der am Nachmittag stattfindenden Abstimmung im
Gesundheitsausschuss des EU-Parlaments. "Bei den neuen Regelungen
geht es nicht darum, die Selbstbestimmung des Menschen
einzuschränken, sondern auf mögliche Risiken hinzuweisen. Zudem
muss man den Rauchern das sicherste Produkt anbieten. Außerdem soll
Tabak nach Tabak schmecken und nicht der Einstieg ins Rauchen durch
Zusatzstoffe wie Menthol und Vanille 'schmackhafter' gemacht
werden", erklärt Seeber. ****
Daher sieht der Gesetzesvorschlag der EU-Kommission vor, dass
bestimmte Zusatzstoffe im Tabak verboten werden sollen. Auch sollen
Zigarettenschachteln mit abschreckenden Bildern die
Gesundheitsschäden infolge des Rauchens deutlich machen.
"Tabakkonsum ist das größte vermeidbare Gesundheitsrisiko. Jedes
Jahr tötet das Rauchen fast 700.000 Menschen in Europa. Rund 94
Prozent aller Raucher beginnen damit vor dem 25. Lebensjahr.
Deshalb ist es richtig, alles Notwendige zu tun, um Jugendliche vom
Einstieg abzuhalten", so der ÖVP-Abgeordnete. 38 Prozent der
Österreicherinnen und Österreicher bezeichnen sich laut einer
Umfrage der Österreichischen Krebshilfe als Raucher. Die
Österreichische Apothekerkammer rechnet allein in Österreich bis zu
14.000 Todesfälle jährlich dem Rauchen zu.
Manche Praktiken der Tabakindustrie, die bewusst darauf
abzielen, Jugendliche anzulocken, sind Seeber ein Dorn im Auge:
"Vitamine oder andere Zusatzstoffe, die entweder den Eindruck
erwecken, das Produkt sei gar nicht so schädlich, oder die den
abhängigmachenden Effekt des Tabaks verstärken, haben nichts in
Zigaretten verloren", betont Seeber. Die heutige Abstimmung im
Gesundheitsausschuss muss noch vom Plenum des EU-Parlaments und den
Regierungen der Mitgliedstaaten abgesegnet werden.
Rückfragen:
Dr. Richard Seeber, MEP, Tel.: +32-2-284-5468,
[email protected]
Daniel Köster M.A., EVP-Pressedienst, Tel.: +32-487-384784,
[email protected]
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