Bundeskanzler Faymann zu Alpine-Pleite: Aufgabe der Politik ist es, die Betroffenen nicht im Stich zu lassen

Konjunkturpaket ist Motor für die Bauwirtschaft und setzt wichtige Impulse

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann nahm sich heute gemeinsam mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer und SPÖ-Abgeordnetem Josef Muchitsch die Besichtigung der Baustelle der Baufirma Habau zum Anlass, um die Maßnahmen der SPÖ-geführten Regierung im Kampf um jeden Arbeitsplatz darzustellen. Die Firma Habau hatte sämtliche Bauarbeiter der Alpine auf der Baustelle eines Baxter-Geländes im 22. Wiener Gemeindebezirk übernommen. Erfreulich ist für Faymann, dass österreichweit etwa die Hälfte der von der Alpine-Pleite Betroffenen bereits einen neuen Arbeitsplatz bei anderen Bauunternehmen hat. "Unsere Aufgabe ist es, die Bauwirtschaft anzukurbeln, für den Einzelfall da zu sein, für die Lehrlinge und den Ausbildungsbereich da zu sein, und natürlich die Betroffenen nicht im Stich zu lassen", betonte Faymann, der auch auf das neu geschaffene Überbrückungsgeld für ältere Bauarbeiter hinwies, die damit die Altersgrenze bis zur Schwerarbeiterpension überbrücken können. ****

Allerdings dürfe man jetzt nicht die Hände in den Schoß legen, sondern man müsse vorausdenken. "Man muss ja auch an übermorgen denken, daher war es wichtig, jetzt das Konjunkturpaket zu starten", betonte Faymann. Dies sei auch psychologisch sehr wichtig, damit werde der Motor in der Bauindustrie angekurbelt. Klar sei aber auch, dass mit den 4,5 Milliarden Euro an Investitionen der öffentlichen Hand pro Jahr, plus den zusätzlichen 500 Millionen Euro, die das Konjunkturpaket umfasst, Impulse für morgen und übermorgen gesetzt würden. "Dass wir bei Schulen, Hochwasserschutz, Pflege etc. noch einmal zulegen, wo wir doch bereits auf einem hohen Niveau sind, während in ganz Europa gespart und gekürzt wird bei den Investitionen der öffentlichen Hand, ist ein positives Beispiel für den richtigen Weg", betonte Faymann.

Überbrückungshilfe für Bauarbeiter, um in die Schwerarbeiterpension gleiten zu können

Zwar gehe es vordringlich darum, das faktische Pensionsantrittsalter anzuheben und die Menschen länger gesund im Erwerbsleben zu behalten. "Aber für Schwerarbeiter, etwa am Bau, die hart arbeiten und besonderen physischen und auch psychischen Belastungen ausgesetzt sind, braucht es entsprechende Regelungen", betonte der Kanzler. Hier sei es erforderlich, auch immer wieder nachzujustieren, das sei mit der neuen Regelung für das Überbrückungsgeld erfolgt. Mit dem Überbrückungsgeld soll die Anzahl der Invaliditätspensionen deutlich reduziert werden. Konkret können ab 2015 Bauarbeiter, die älter als 58 Jahre alt sind und krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten können, ein Überbrückungsgeld bis zum Antritt der Schwerarbeiterpension, die ab 60 möglich ist, erhalten. Profitieren werden davon laut Faymann etwa 1.700 Personen jährlich. (Schluss) up/bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003