• 09.07.2013, 14:13:53
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Bundeskanzler Faymann zu Alpine-Pleite: Aufgabe der Politik ist es, die Betroffenen nicht im Stich zu lassen

Konjunkturpaket ist Motor für die Bauwirtschaft und setzt wichtige Impulse

Utl.: Konjunkturpaket ist Motor für die Bauwirtschaft und setzt
wichtige Impulse =

Wien (OTS/SK) - Bundeskanzler Werner Faymann nahm sich heute
gemeinsam mit Sozialminister Rudolf Hundstorfer und SPÖ-Abgeordnetem
Josef Muchitsch die Besichtigung der Baustelle der Baufirma Habau zum
Anlass, um die Maßnahmen der SPÖ-geführten Regierung im Kampf um
jeden Arbeitsplatz darzustellen. Die Firma Habau hatte sämtliche
Bauarbeiter der Alpine auf der Baustelle eines Baxter-Geländes im 22.
Wiener Gemeindebezirk übernommen. Erfreulich ist für Faymann, dass
österreichweit etwa die Hälfte der von der Alpine-Pleite Betroffenen
bereits einen neuen Arbeitsplatz bei anderen Bauunternehmen hat.
"Unsere Aufgabe ist es, die Bauwirtschaft anzukurbeln, für den
Einzelfall da zu sein, für die Lehrlinge und den Ausbildungsbereich
da zu sein, und natürlich die Betroffenen nicht im Stich zu lassen",
betonte Faymann, der auch auf das neu geschaffene Überbrückungsgeld
für ältere Bauarbeiter hinwies, die damit die Altersgrenze bis zur
Schwerarbeiterpension überbrücken können. ****

Allerdings dürfe man jetzt nicht die Hände in den Schoß legen,
sondern man müsse vorausdenken. "Man muss ja auch an übermorgen
denken, daher war es wichtig, jetzt das Konjunkturpaket zu starten",
betonte Faymann. Dies sei auch psychologisch sehr wichtig, damit
werde der Motor in der Bauindustrie angekurbelt. Klar sei aber auch,
dass mit den 4,5 Milliarden Euro an Investitionen der öffentlichen
Hand pro Jahr, plus den zusätzlichen 500 Millionen Euro, die das
Konjunkturpaket umfasst, Impulse für morgen und übermorgen gesetzt
würden. "Dass wir bei Schulen, Hochwasserschutz, Pflege etc. noch
einmal zulegen, wo wir doch bereits auf einem hohen Niveau sind,
während in ganz Europa gespart und gekürzt wird bei den Investitionen
der öffentlichen Hand, ist ein positives Beispiel für den richtigen
Weg", betonte Faymann.

Überbrückungshilfe für Bauarbeiter, um in die
Schwerarbeiterpension gleiten zu können

Zwar gehe es vordringlich darum, das faktische Pensionsantrittsalter
anzuheben und die Menschen länger gesund im Erwerbsleben zu behalten.
"Aber für Schwerarbeiter, etwa am Bau, die hart arbeiten und
besonderen physischen und auch psychischen Belastungen ausgesetzt
sind, braucht es entsprechende Regelungen", betonte der Kanzler. Hier
sei es erforderlich, auch immer wieder nachzujustieren, das sei mit
der neuen Regelung für das Überbrückungsgeld erfolgt. Mit dem
Überbrückungsgeld soll die Anzahl der Invaliditätspensionen deutlich
reduziert werden. Konkret können ab 2015 Bauarbeiter, die älter als
58 Jahre alt sind und krankheitsbedingt nicht mehr arbeiten können,
ein Überbrückungsgeld bis zum Antritt der Schwerarbeiterpension, die
ab 60 möglich ist, erhalten. Profitieren werden davon laut Faymann
etwa 1.700 Personen jährlich. (Schluss) up/bj

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