Rübig: Unternehmergeist muss gelernt, gelehrt und gefördert werden

Industrieausschuss des EU-Parlaments beschließt von Paul Rübig vorgeschlagenen Maßnahmenkatalog für mehr Unternehmergeist in Europa

Brüssel, 09. Juli 2013 (ÖVP-PD) "Europa braucht mehr Unternehmer. Unternehmerisches Denken fällt aber nicht vom Himmel, sondern muss gelernt, gelehrt, gefördert und durch die richtigen Rahmenbedingungen freigesetzt werden. Hier geschieht noch viel zu wenig. In diesem Bereich brauchen wir dringend bahnbrechende und wirksame Maßnahmen und keine weiteren Sonntagsreden", betont der Industriesprecher der ÖVP im EU-Parlament, Paul Rübig, nach der heutigen Abstimmung. Die EU-Kommission hatte im Jänner 2013 den Aktionsplan "Entrepreneurship 2020" für mehr Unternehmergeist in Europa vorgestellt. Heute verabschiedete der zuständige Industrieausschuss des EU-Parlaments einen Maßnahmenkatalog dazu. Rübig ist Chefverhandler des EU-Parlaments für die Initiative. ****

Teil des Aktionsplans sollen nach dem Willen der Abgeordneten sowohl Steuersenkungen, Bildungsmaßnahmen und Förderprogramme, als auch verbesserte Rahmenbedingungen für Unternehmerinnen und Unternehmer sein. "Wir wollen beispielsweise, dass jedes EU-Land
bis 2015 unternehmerische Bildung in den schulischen Lehrplänen festschreibt und dass das Austauschprogramm 'Erasmus für Jungunternehmer' auf mindestens 10.000 Austäusche pro Jahr ausgebaut wird", erklärt Rübig. Unternehmern, die den Schritt in die Selbständigkeit wagen wollen, sollen die ersten Schritte leicht gemacht werden: "Die Prozeduren und Registrierungen müssen vereinfacht werden. Anschubfinanzierungen, Mikrokredite und KMU-Förderungen müssen zugänglicher werden. Dafür werden auch im EU-Budget 2014 zusätzliche Mittel zur Verfügung gestellt. Im Mittelpunkt muss die Verwirklichung der unternehmerischen Idee, nicht die Bürokratie stehen", so der Europaabgeordnete.

Außerdem sollen Unternehmensübertragungen vereinfacht werden und "redliche Unternehmer" nach einer Insolvenz eine zweite Chance bekommen: "96 Prozent aller Insolvenzen passieren aufgrund von verspäteten Zahlungen und anderen praktischen Problemen. Menschen, die Unternehmergeist und Mut haben und aus Fehlern gelernt haben, darf man nicht die Freiheit nehmen, Arbeitsplätze zu schaffen", will Rübig. "Man kann wirtschaftlichen Aufschwung und Arbeitsplätze nicht allein durch staatliche Maßnahmen auf Knopfdruck erzeugen. Es ist Aufgabe der Politik, Barrieren aus dem Weg zu räumen, damit leistungs- und risikofreudige Unternehmer Jobs schaffen können", betont der ÖVP-Parlamentarier.

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