- 09.07.2013, 10:45:31
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KWB Biomasseheizung setzt in Spanien auf Öl und Kernenergie

Wien (OTS) - Der steirische Hersteller von Biomasseheizungen trotzt
der Wirtschaftskrise in Spanien und verkauft seine Anlagen so
erfolgreich wie noch nie auf der iberischen Halbinsel. Der Grund:
Olivenkerne, die als Pelletsersatz in speziell darauf ausgelegten KWB
Heizungen verbrannt werden. Für den Ersatz von einem Liter Öl
benötigt man nur 2kg Olivenkerne.
Kunden sind von der 70-80% Heizkosten-Ersparnis und dem Umstieg
auf eine erneuerbare Energiequelle begeistert. Ein weiterer Vorteil
liegt in der regionalen Wertschöpfung, die zu 100% in den spanischen
Regionen bleibt.
"Wir freuen uns sehr, dass wir mit unserer speziell abgestimmten
Technologie diesen wunderbaren Ersatzbrennstoff verwerten und einen
kleinen Teil dazu beitragen können, dass es zu weniger
Kaufkraftabfluss in Spanien kommt, Arbeitsplätze in der Region
geschaffen werden und der Umstieg von Öl und Gas vorangetrieben
wird", zeigt sich Geschäftsführer Erwin Stubenschrott nach Gesprächen
mit spanischen Betreibern, Olivenbauern und Politikern vor Ort
begeistert.
Von den über 150 größeren Heizanlagen werden bereits 60 Stück mit
Olivenkerne betrieben, die bei der Olivenölproduktion in gewaltigen
Mengen anfallen. Spanien ist nämlich mit 2,2 Millionen Hektar
Anbaufläche und 1,5 Millionen Tonnen Olivenölproduktion pro Jahr der
weltgrößte Oliven-ölproduzent (Italien 550.000 t, Griechenland
350.000 t). Dabei fallen rund 2,5 Millionen Tonnen Olivenkerne an,
mit denen man über 550.000 Haushalte beheizen könnte. Das Gebiet um
Jaén gilt als das größte geschlossene Olivenanbaugebiet der Welt. Mit
60 Millionen Olivenbäumen und 600.000 Hektar Anbaufläche besteht mehr
als die Hälfte der Provinz aus Olivenbaum-Plantagen.
Olivenkerne als Brennstoff
Erst seit wenigen Jahren beschäftigt man sich in Spanien mit der
Verwertung von Olivenkerne als Energieträger. Olivenkerne können, je
nach Sauberkeit und Eignung der Anlage, als Brennstoff verwendet
werden. Dabei ist die Energiedichte ähnlich hoch wie bei Pellets,
ohne dass sie komprimiert werden müssen. Der große Unterschied
besteht jedoch darin, dass es für diesen Brennstoff bis heute keine
offizielle Norm gibt und die Qualität des Angebots sehr stark
schwankt. Um sauber zu verbrennen, müssen die Kerne vorher von den
Pressrückständen (zum Beispiel Fruchtfleisch und Öl) befreit und
getrocknet werden.
Die in diesen Anteilen enthaltenen korrosiven Stoffe wie Chlor
oder Schwefel würden eine nicht speziell darauf ausgelegte Heizung in
kurzer Zeit regelrecht auffressen. Nur größere industrielle Anlagen
können damit betrieben werden. Mehrere findige Unternehmer haben das
erkannt und verkaufen gereinigte Olivenkerne in hoher Qualität.
Abnehmer sind Privat- und Firmenkunden im Leistungsbereich der KWB
Heizanlagen. Die Kerne werden, teils wie Pellets, mit Tankwagen in
größerem Umkreis angeliefert und in den Lagerraum eingeblasen.
Wachstumsmarkt Spanien
Der Markt für Biomasseheizungen in Spanien erinnert an die
Situation im deutschsprachigen Raum vor wenigen Jahren: Pellets und
Hackschnitzel sind noch wenigen Leuten ein Begriff, Installateure
haben geringe Kenntnisse von den Besonderheiten dieser Brennstoffe,
die Infrastruktur ist noch wenig entwickelt und es existieren erst
seit kurzem ein Vertriebsnetz für genormte Brennstoffe wie Pellets.
Trotz dieser recht schweren Rahmenbedingungen gelang es KWB in den
letzten Jahren, den Umsatz zu erhöhen und mehr und mehr Installateure
zu begeistern.
Referenzbeispiele:
Seminario Diocesano de Jaén (Kloster und Priesterausbildung)
Leiter des Priesterseminars ist Pater Manuel Alfonso, der früher
sein 5.000 Quadratmeter Kloster früher mit Öl beheizen musste. Im
Winter herrschen im sonst so heißen Andalusien Temperaturen unter
null.
Seit 3 Jahren wird das Kloster mit zwei KWB-Powerfire zu je 300kW
beheizt. Pro Jahr verbraucht die Heizanlage rund 170 Tonnen
Olivenkerne. 1 Tonne Olivenkerne kosten im Durchschnitt 100 Euro. Die
jährliche Heizkostenersparnis liegt bei rund 70.000 Euro pro Jahr.
Die gesamte Heizanlage inklusive Austragung, Lagerraum, Kamin etc.
kostete 200.000.- Euro. Das heißt, dass sich schon nach 3 Jahren die
gesamte Investition amortisiert hat und man bei einer Laufzeit von 15
Jahren rund 850.000.- Euro Heizkosten einsparen konnte.
Das städtische Hallenbad von Puente Genil:
Das Hallenbad wird seit 2007 mit 3 KWB Multifire zu je 100 kW
beheizt. Die Heizperiode beträgt 9 Monate und der Verbrauch an
Olivenkerne beträgt 200 Tonnen. Früher wurden dazu 100.000 Liter Öl
gebraucht.
Die jährliche Heizkostenersparnis liegt bei 80.000 Euro pro Jahr.
Die gesamte Heizanlage kostete 230.000.- Euro. Das heißt, dass sich
schon nach 3 Jahren die gesamte Investition amortisiert hat und man
bei einer Laufzeit von 15 Jahren rund 980.000.- Euro Heizkosten
einsparen konnte. (Foto auf Anfrage)
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