Pirker: Modernisierung des Eisenbahnmarkts ist im Interesse der Kunden

ÖVP-EU-Verkehrssprecher: Schienenverkehr nur dann erfolgreich, wenn "effizient, schnell, kostengünstig und serviceorientiert"

Brüssel, 8. Juli 2013 (ÖVP-PD) "Der Ausbau der europäischen Schienenverkehrsachsen, wie z.B. des Koralm- und Semmeringtunnels, verlangt eine Modernisierung des gesamten Eisenbahnmarktes. Der Traum 'Mit einer Lok und einer Fahrkarte von Danzig über Wien nach Venedig' wird nur Wirklichkeit, wenn die ÖBB privaten Anbietern keine Knüppel mehr zwischen die Beine werfen darf", so der Verkehrssprecher der ÖVP im Europäischen Parlament, Hubert Pirker, bei der heutigen Debatte über das sogenannte "4. Eisenbahnpaket" im Verkehrsausschuss des EU-Parlaments. "Das typische Spiel mit der Angst vor Privatisierung, dass wir von der SPÖ kennen, wird die ÖVP nicht mitspielen. Wir wollen ein Ende von Intransparenz und Freunderlwirtschaft. Es geht ja auch gar nicht um Privatisierung, sondern um fairen Wettbewerb auf der Schiene", so der EU-Parlamentarier. ****

"Zur Attraktivierung des Schienenverkehrs" hält Pirker Konkurrenz im Eisenbahnmarktes für unerlässlich: "Unsere Verkehrspolitik, den Verkehr von der Straße auf die Schiene umzuleiten, ist nur dann erfolgreich, wenn die Bahn effizient, schnell, kostengünstig und serviceorientiert sowohl im Personen-als auch im Güterverkehr funktioniert", erklärt Pirker. Dazu brauche es fairen Wettbewerb, Europäisierung und eine Angleichung technischer Standards: "Wozu ist die EU gut, wenn nach der Landesgrenze die Klimaanlage im Wagon nicht mehr funktioniert und die italienische Eisenbahngesellschaft ein Anhalten der österreichischen Züge in Mestre untersagen kann? Nationale Monopole, unterschiedliche Stromarten, verschiedene Sicherheitsstandards und Spurweiten behindern den Ausbau des grenzüberschreitenden Schienenverkehrs", so der ÖVP-Abgeordnete.

Das 4. Eisenbahnpaket sieht unter anderem vor, der Europäischen Eisenhahnagentur (ERA) neue Aufgaben bei der technischen Harmonisierung und beim Abbau von Hindernissen beim grenzüberschreitenden Eisenbahnverkehr zu geben. Ähnlich wie in Österreich mit der Westbahn soll EU-weit privaten Anbietern die Möglichkeit gegeben werden, eigene Angebote zu machen. "Wer Modernisierung verweigert, sichert keine Arbeitsplätze, sondern zerstört sie. Nur mit mehr Wettbewerb im Bahnsektor können wir die Qualität steigern, Kunden zurückgewinnen und Arbeitsplätze sichern", so Pirker.

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