SVB-Beirat: Neue Entwicklungen in der SVB sorgen für großen Informationsbedarf bei den Bäuerinnen und Bauern:

Wien (OTS) - Der SVB-Beirat ortet durch Neuerungen wie dem AMA-Datentransfer, die bevorstehende Einheitswerthauptfeststellung, aber auch wiederkehrende Fragen zu Versicherungsoptionen und dem Pensionsantritt ein erhöhtes Informationsbedürfnis bei den Bäuerinnen und Bauern.

Am 3. Juli 2013 tagte der Beirat, das beratende Gremium der Sozialversicherung der Bauern (SVB) unter dem Vorsitz von Abg.z.Nr a.D. ÖKR Georg Schwarzenberger und seiner Stellvertreterin LAbg. a.D. ÖKR Monika Lugmayr und sorgte für einen intensiven Erfahrungs- und Wissensaustausch zwischen der SVB-Führung und den VertreterInnen, die nicht nur die Anliegen der aktiv Versicherten, sondern auch die der Leistungsbezieher wie z.B. der Pensionisten repräsentieren.

Obfrau Theresia Meier und Generaldirektor Mag. Ledermüller berichteten über die jüngsten Entwicklungen und zukünftigen Herausforderungen der SVB und standen dem Beirat Rede und Antwort. Dabei wurden zahlreiche Fragen und Anliegen der Versicherten erörtert und dadurch erkennbar, dass aktuelle Themen wie der Datentransfer zwischen Agrarmarkt Austria (AMA) und SVB sowie die für 2014 geplante Neufeststellung des Einheitswertes zu einem erhöhten Informationsbedarf führen.

Insbesondere wurde die soziale Absicherung bei der Hofübergabe sowie für Pflegepersonen thematisiert.

Zum AMA-Datentransfer merkte die SVB-Obfrau Meier an: "Das bestehende Recht ist für alle gleich umzusetzen und es ist gut, dass es hier zu einer Klarstellung kommt." Sie gab auch zu bedenken, dass in der Ausrichtung der Betriebe oft die langfristigen Auswirkungen auf die soziale Absicherung der Einzelpersonen nicht genügend mitberücksichtigt werden.

Im Fall einer Betriebsübergabe ist vorgesehen, dass Familienmitglieder auch nach der erfolgten Übergabe versichert bleiben, wenn sie hauptberuflich am Hof tätig sind. Eltern und Großeltern aber auch Schwiegereltern, die hauptberuflich im Betrieb des Übernehmers weiter beschäftigt sind, bleiben kranken- und pensionsversichert. Die Beitragsgrundlage beträgt pro Elternteil die Hälfte der Beitragsgrundlage des Gesamtbetriebes.
"Damit ist der Erwerb von Versicherungszeiten für die Pensionsversicherung auch nach der Übergabe möglich und der Betrieb kann unabhängig vom Pensionsantritt der Eltern an die Jungen weitergegeben werden", erläuterte die SVB-Obfrau.
Wird der Betrieb von den Eltern weitergeführt, so können die Kinder im Betrieb hauptberuflich beschäftigt und damit selbst mit einem Drittel der Beitragsgrundlage des Gesamtbetriebes kranken- und pensionsversichert sein. Die Möglichkeit der Zuordnung von Beitragsgrundlagen aufgrund von Nebentätigkeiten hilft, die Grundlage für eine zukünftige Pension zu erhöhen.

Im Fall einer Pflegesituation am Hof, in der eine Person ab der Pflegestufe 3 gepflegt wird und dadurch die Arbeitstätigkeit des pflegenden Angehörigen eingeschränkt wird, besteht die Möglichkeit, eine Selbstversicherung zusätzlich zur Pflichtversicherung bei der PVA zu beantragen. Wird die Tätigkeit aufgrund der zu leistenden Pflege ganz aufgegeben, kann bei der SVB eine Weiterversicherung in der Pensionsversicherung beantragt werden. In beiden Fällen werden die entsprechenden Beiträge vom Bund übernommen.

Generaldirektor Mag. Ledermüller wies abschließend auf die wichtige Implementierung einer praxistauglichen Härtefallregelung hin, die nach Anhebung des Tätigkeitsschutzalters für Bäuerinnen und Bauern von 57 auf 58 Jahre im Jahr 2013 schwerkranken Personen auch weiterhin einen frühzeitigen Pensionsantritt ab dem 50. Lebensjahr ermöglichen wird. Nach dem Beschluss im Nationalrat wird diese Neuregelung nun mit 1. Juli 2013 wirksam.

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Dr. Georg Schwarz
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