- 04.07.2013, 11:40:31
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Stöger: Gemeinsam für gesunde Ernährung kämpfen
WHO MinisterInnenkonferenz zu Ernährung und nicht übertragbaren Krankheiten eröffnet
Utl.: WHO MinisterInnenkonferenz zu Ernährung und nicht
übertragbaren Krankheiten eröffnet =
Wien (OTS) - "Falsche Ernährung ist eine der großen
gesundheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. In Österreich
sind 40 Prozent der Erwachsenen übergewichtig oder adipös, das dürfen
wir nicht ignorieren. Jeder Staat muss im Ernährungsbereich Maßnahmen
setzen, um die Situation langfristig zu verbessern. Man braucht aber
länderübergreifende Strategien, um dieses Problem anzugehen. Die
Konferenz soll das gemeinsame Handeln unterstützen", erklärte
Gesundheitsminister Alois Stöger anlässlich der heutigen Eröffnung
der WHO-MinisterInnenkonferenz in Wien. Die Konferenz findet von 4.
bis 5. Juli in der Hofburg statt. 28 VertreterInnen auf
Regierungsebene - Minister, stellvertretende Minister und
Staatssekretäre - sind angereist, um gemeinsam Strategien für gesunde
Ernährung zu entwickeln und auszutauschen. "Wien ist der logische
Austragungsort der WHO Konferenz. Österreich hat in den vergangenen
Jahren wesentliche Maßnahmen im Ernährungsbereich gesetzt und mit dem
Nationalen Aktionsplan Ernährung haben wir erstmals eine
Gesamtstrategie für Österreich entwickelt", so der Minister weiter.
Im Rahmen des Nationalen Aktionsplan Ernährung wurden bisher unter
anderem die österreichische Ernährungspyramide, strenge Grenzwerte
für Transfettsäuren, kostenlose Ernährungsberatung für Schwangere und
die Initiative Schulbuffet umgesetzt. "Die Zeit des gelegentlichen
Äpfelverteilens haben wir in Österreich hinter uns gelassen. Mein
Ansatz ist, die Verhältnisse, in denen die Menschen leben, zu
verbessern und dafür zu sorgen, dass die gesündere Wahl die leichtere
Wahl wird. Die Schulbuffet-Initiative ist dafür ein gutes Beispiel.
Mittlerweile haben über 150.000 Schülerinnen und Schüler die
Möglichkeit, gesunde Schulbuffets zu besuchen", erläuterte Stöger.
"Wir sind aber noch lange nicht am Ziel. Österreich steht mit den
Problemen im Ernährungsbereich nicht alleine da. Daher ist es umso
wichtiger, dass wir gemeinsame Strategien entwickeln und voneinander
lernen", führte der Minister aus. Die wichtigsten Fragen der WHO
MinisterInnenkonferenz sind:
- Wie können wir verhindern, dass Adipositas bei Kindern zur Norm
wird?
- Führt eine bessere Aufklärung der VerbraucherInnen auch zu einer
besseren Ernährung?
- Welche Unterstützung benötigen die Menschen in unterschiedlichen
Lebensphasen, damit sie sich für eine gesunde Ernährung entscheiden?
- Welchen Einfluss können Vermarktungsbeschränkungen,
Lebensmittelpreise, Verbote und Subventionen ausüben?
"Diese Konferenz wird sicher nicht der letzte Schritt sein, vielmehr
ein Auftakt. Ziel ist es, morgen die Vienna Declaration zu
verabschieden, in der sich alle Staaten auf gemeinsame Positionen in
der Ernährungspolitik verständigen. Nur so können wir nachhaltig den
Kampf mit lebensstilbedingten Erkrankungen aufnehmen und auch
gewinnen", so der Minister abschließend.
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