• 03.07.2013, 12:18:27
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Karlheinz Töchterle: Neue Lehrerbildung mit Qualität und Leben füllen

BMWF und BMUKK präsentieren sechsköpfiges Expertengremium

Karlheinz Töchterle und Claudia Schmied mit den
Mitgliedern des Qualitätssicherungsrates (v.l.n.r.): Andreas
Schnider, Roland Fischer, Maria-Luise Braunsteiner, Christiane
Spiel, Tina Hascher und Wolfgang Kofler.

Utl.: BMWF und BMUKK präsentieren sechsköpfiges Expertengremium =

Wien (OTS) - "Der Beschluss der neuen Lehrerbildung ist ein wichtiger
Schritt in der Bildungspolitik, jetzt geht es darum diese Reform mit
Leben zu füllen. Die Qualität und deren Absicherung stehen dabei im
Zentrum unserer Überlegungen", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Univ.-Prof. Dr. Karlheinz Töchterle anlässlich der
heutigen Präsentation des Qualitätssicherungsrates für Pädagoginnen-
und Pädagogenbildung gemeinsam mit Unterrichtsministerin Dr. Claudia
Schmied. Dieses sechsköpfige Expertengremium wird sicherstellen, dass
die Ausbildung den höchsten Qualitätsansprüchen und den
Berufsanforderungen des Dienstgebers entspricht. Seitens des BMWF und
des BMUKK werden Prof. Maria-Luise Braunsteiner, Univ.-Prof. Roland
Fischer, Univ.-Prof. Tina Hascher , Univ.-Prof. Wolfgang Kofler,
Univ.-Prof. Christiane Spiel und Univ.-Doz. Andreas Schnider in den
Rat bestellt.

"Diese Personen sind renommierte Experten, die sowohl im Bereich der
Fachdidaktik als auch in der Welt der Wissenschaft und Forschung zu
Hause sind. Ich bin sicher, dass sie die Kooperation der
Institutionen und die Verschmelzung der Ausbildungen mitgestalten und
ihre Erfahrungen in die neue Aufgabe einbringen werden", erklärt
Minister Töchterle. Künftig wird das Curriculum jedes
neu-konzipierten Lehramtsstudiums zur Stellungnahme an den
Qualitätssicherungsrat übermittelt. Diese unabhängige
Qualitätssicherung gilt nicht nur für Universitäten, sondern auch für
Pädagogische Hochschulen.

Die Mitglieder des Rates, die von BMUKK und BMWF für fünf Jahre
bestellt werden und ihren Vorsitz aus ihrer Mitte wählen, sind
weisungsfrei und haben folgende Aufgaben:
- Beobachtung und Analyse der Entwicklung der Pädagoginnen- und
Pädagogenbildung in Österreich sowie Erarbeitung von Vorschlägen zu
deren Weiterentwicklung.
- Beratung der Bundesministerinnen und der Bundesminister sowie der
hochschulischen Bildungseinrichtungen in Angelegenheiten der
Qualitätssicherung und Bedarfsfragen.
- Studienangebotsspezifische Prüfung der wissenschaftlichen und
professionsorientierten Voraussetzungen für die Leistungserbringung
von Pädagogischen Hochschulen allenfalls unter Hinzuziehung einer
dafür international anerkannten unabhängigen
Hochschul-Qualitätssicherungseinrichtung.
- Stellungnahme im Rahmen der Curricula-Begutachtungsverfahren zu den
Curricula der Lehramtsstudien hinsichtlich der Umsetzung der
berufsrechtlichen Vorgaben an die anbietende Bildungsinstitution.
- Jährliche Veröffentlichung eines Berichts über den aktuellen Stand
der Pädagoginnen- und Pädagogenbildung in Österreich.

Prof. Mag. Dr. Maria-Luise Braunsteiner, Jahrgang 1949
seit 1992 Professorin für Sonder- und Integrationspädagogik.
Pädagogische Hochschule Niederösterreich. Lehreraus-, Fort- und
Weiterbildung; Inklusion; internationale Kooperation mit
universitären Einrichtungen; Curricula-Entwicklungen
2006-2013 Vorsitzende der Studienkommission

Univ.-Prof. Mag. Dr. Roland Fischer, Jahrgang 1945
seit 1974 Professor für Mathematik mit besonderer Berücksichtigung
der Didaktik an der Universität Klagenfurt
seit 1980 Mitglied der Fakultät für Interdisziplinäre Forschung und
Fortbildung, von 2004-2009 als Dekan
2011/12 stv. Vorsitzender der Vorbereitungsgruppe
"Pädagog/innenbildung Neu"
2012/13 Mitglied des Entwicklungsrates "Pädagog/innenbildung Neu"

Univ.-Prof. Dr. Tina Hascher, Jahrgang 1965
2005-07/2013 Universitätsprofessorin für Pädagogik mit Schwerpunkt
Schulpädagogik, Fachbereich Erziehungswissenschaft, Universität
Salzburg
2012-07/2013 Direktorin der School of Education, Universität Salzburg
Ab 01.08.2013 Professorin für Schul- und Unterrichtsforschung an der
Universität Bern, Leiterin der Abteilung für Schul- und
Unterrichtsforschung, Mitdirektorin des Instituts für
Erziehungswissenschaft
Mitglied der "Anerkennungskommission" der Schweizerischen
Erziehungsdirektorenkonferenz (EDK)

Univ.-Prof. Mag. Dr. Wolfgang Kofler, Jahrgang 1970
Leopold-Franzens-Universität Innsbruck - Zentrum für Alte Kulturen,
Institut für Sprachen und Literaturen, Bereich Gräzistik und
Latinistik
1996 - 2008 Unterrichtstätigkeit an Schulen in Südtirol (Deutsch und
Latein)
Dezember 2007 Habilitation im Fach Klassische Philologie an der
Universität Innsbruck
2009-2012 Ordinarius für Klassische Philologie an der
Albert-Ludwigs-Universität Freiburg
Seit Oktober 2012 Propter Homines-Professor für Klassische Philologie
mit dem Schwerpunkt Neulatein an der Universität Innsbruck

Univ.-Doz. Mag. Dr. Andreas Schnider, Jahrgang 1959
Professor für Religionspädagogik, Pädagogische Hochschule Wien
Lehreraus- und -fortbildung; Schule und Unterricht
Unternehmensberater; Lebens- und Sozialberater
2002 bis 2010 Abgeordneter zum Bundesrat
2011/12 Vorsitzender der Vorbereitungsgruppe "Pädagog/innenbildung
Neu"
2012/13 Vorsitzender des Entwicklungsrates "Pädagog/innenbildung Neu"

Univ.-Prof. Dr. Dr. Christiane Spiel, Jahrgang 1951
seit 2000 Lehrstuhl für Bildungspsychologie und Evaluation am
Institut für Psychologie der Universität Wien
2004 bis 2006 Gründungsdekanin der Fakultät für Psychologie der
Universität Wien
seit 2006 Vorstand des Instituts für Wirtschaftspsychologie,
Bildungspsychologie und Evaluation, Fakultät für Psychologie,
Universität Wien
2012/13 Mitglied des Entwicklungsrates "Pädagog/innenbildung Neu"

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