"Am Schauplatz"-Reportage "Alptraum Einbruch" am 4. Juli im ORF

Wien (OTS) - Geplünderte Gräber, Wohnungseinbrüche, gestohlene Autos, Banküberfälle - in Österreich wächst die Angst vor Kriminalität. Banden aus dem Osten sollen für die Mehrzahl der Delikte verantwortlich sein, sind viele Bürgerinnen und Bürger überzeugt. Aber sind die Einbrüche tatsächlich mehr geworden? Die betroffenen Bürger sind davon überzeugt. Die Polizei sagt das Gegenteil: Die Zahlen seien rückläufig. Wer hat recht? Wie oft wird tatsächlich eingebrochen? Stecken tatsächlich die Ostbanden hinter der Kriminalität? Und ist mehr Polizei wirklich eine Lösung? Für die "Am Schauplatz"-Reportage "Alptraum Einbruch" - zu sehen am Donnerstag, dem 4. Juli 2013, um 21.05 Uhr in ORF 2 - haben sich Kim Kadlec und Heidi Lackner auf die Suche nach Antworten begeben und dabei erstaunliche Entdeckungen gemacht.

"Die Menschen fühlen sich nicht mehr sicher", erzählt Sabine Umscheider aus Bad Deutsch-Altenburg. "Manche alte Leute sagen, dass es nicht einmal während der russischen Besatzung so arg gewesen ist." Auch Frau Umscheider ist eine Betroffene: Das Grab ihrer Mutter wurde von Kupferdieben geplündert. "Nicht einmal die Toten sind sicher", ärgert sich Frau Umscheider. Gemeinsam mit ihrer Bürgerinitiative "Sichere Ostregion" sammelt sie jetzt Unterschriften. Ihr Hauptanliegen: Die Regierung soll mehr Polizisten einstellen.

In der kleinen Gemeinde Reintal will man nicht darauf warten. Nach einer Einbruchswelle nahmen die Bewohner die Sache selbst in die Hand und gründeten eine Bürgerwehr. Seit fast einem Jahr gehen sie Nacht für Nacht auf Streife. Seither ist es ruhig in Reintal. In den Nachbargemeinden werde weiter eingebrochen, erzählt der Ortsvorsteher Edmund Ertl. Es gebe zu wenige Polizeiposten, und die seien zu weit weg.

Eingebrochen wurde auch bei Familie Krupan in Marchegg. Während Mutter und Kinder schliefen, räumte ein nächtlicher Eindringling die Wohnung aus. Danach machten sich die Diebe seelenruhig ans Nachbarhaus. Familienvater Walter Krupan vermutet, dass moldawische Banden dahinterstecken: "Die Kriminalität wird immer ärger - überall, wohin man schaut. Und der Staat tut nichts. Ich will endlich wieder in Ruhe leben können." Herr Krupan hat sich eine Waffe zugelegt: "Ich werde nicht zulassen, dass meiner Familie etwas passiert."

Die Sendung ist nach der TV-Ausstrahlung sieben Tage auf der Video-Plattform ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) als Video-on-Demand abrufbar

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