• 02.07.2013, 15:51:25
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Karlheinz Töchterle: Wichtiger Schritt gesetzt, noch nicht am Ende des Weges - Einbettung in Gesamtpaket für Hochschulen und Forschung

Wissenschafts- und Forschungsminister nach der heutigen Gesprächsrunde zur Errichtung einer Medizinischen Fakultät Linz

Utl.: Wissenschafts- und Forschungsminister nach der heutigen
Gesprächsrunde zur Errichtung einer Medizinischen Fakultät
Linz =

Wien (OTS) - "Es ist ein wichtiger Schritt gesetzt, aber wir sind
noch nicht am Ende des Weges", so Wissenschafts- und
Forschungsminister Dr. Karlheinz Töchterle nach dem heutigen Gespräch
betreffend der etwaigen Errichtung einer Medizinischen Fakultät Linz.
"Für mich ist zentral, dass eine etwaige Realisierung jedenfalls in
ein Gesamtpaket für Hochschulen und Forschung eingebettet sein muss -
es braucht ein gesamthaftes Bekenntnis zum weiteren Ausbau",
bekräftigte Töchterle. Gemeinsam - neben dem Minister nahmen
Finanzministerin Fekter, Gesundheitsminister Stöger, Staatssekretär
Ostermayer, Landeshauptmann Pühringer, Landesrätin Hummer, Landesrat
Ackerl, Bürgermeister Dobusch und Rektor Hagelauer an dem Gespräch im
Finanzministerium teil - sei man, gerade was die Finanzierung
betrifft, einen großen Schritt weiter gekommen, "aber es sind noch
wichtige Fragen zu klären", so Töchterle mit Verweis auf die
Hochschulkonferenz, die Rahmenbedingungen für Ärzte und die
Quotenregelung.

In der kommenden Woche (10. Juli) hat der Minister die Mitglieder der
Hochschulkonferenz zu einer Sitzung geladen, an der auch Vertreter
des Landes Oberösterreich teilnehmen werden. "Ich habe von Anfang an
betont, die Mitglieder der Hochschulkonferenz einzubeziehen, handelt
es sich doch um eine Entscheidung, die den gesamten Hochschulraum
betrifft. Ohne die Hochschulkonferenz kann und will ich so eine
Entscheidung nicht treffen", so Töchterle. Mit der heutigen Sitzung
sei eine gute Entscheidungsgrundlage geschaffen worden.

Einmal mehr bekräftigte Töchterle, dass eine etwaige Medizinische
Fakultät Linz keinesfalls zu Lasten des bestehenden Uni-Budgets bzw.
anderer Standorte gehen dürfe - "mehr noch: eine etwaige Realisierung
muss Teil eines Pakets sein, mit dem wir die Hochschulen, die
Forschung und ihre Einrichtungen nachhaltig fördern." Es sei auch
seine Verantwortung, dass der gesamte tertiäre Sektor ausgebaut wird
und Linz im Sinne einer gesamtösterreichischen Entwicklung in den
Hochschulbereich eingebettet ist. "Im Falle Oberösterreichs gibt es
den Vorteil, dass das Land sehr viel selbst beiträgt." Weiters solle
der Klinische Mehraufwand an allen drei Medizinuni-Standorten
transparent und gerecht gelöst werden.

Betreffend der Novelle des Universitätsgesetzes, die das Einrichten
Medizinischer Fakultäten ermöglicht und kommenden Freitag im
Nationalrat beschlossen werden soll, betonte Töchterle: "Wir haben
die zuletzt v.a. auch von Senatsvertretern geäußerte Kritik sehr
ernst genommen und mit sämtlichen Beteiligten einen Abänderungsantrag
formuliert. Damit wollen wir die Kritikpunkte ausräumen und - was
mir gerade auch als ehemaliger Rektor sehr wichtig ist - die
Qualität sicherstellen."

Ein weiterer Schritt werde sein, mit der Europäischen Kommission
betreffend Quotenregelung in Kontakt zu treten. Das sei ganz im Sinne
Oberösterreichs, geht es doch darum, mit einer etwaigen Medizinischen
Fakultät die Ärzteversorgung in Oberösterreich zu sichern - das wäre
ohne Quote nicht möglich. Um Oberösterreich für Mediziner attraktiver
zu machen, müsse aber auch Gesundheitsminister Stöger einen
wesentlichen Beitrag leisten und die Rahmenbedingungen entsprechend
gestalten, etwa auch mit einer Reform der Turnusausbildung.

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