- 01.07.2013, 14:37:33
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Grüne Wien/Werner-Lobo begrüßt Aktion der Plattform Geschichtspolitik
Naziverherrlichung durch Weinheber war viel zulange zugeschüttet
Utl.: Naziverherrlichung durch Weinheber war viel zulange
zugeschüttet =
Wien (OTS) - Ausdrücklich begrüßt der Kultursprecher der Grünen Wien,
Klaus Werner-Lobo, die künstlerische Intervention der Plattform
Geschichtspolitik, die am Freitag das Betonfundament des Denkmals für
Josef Weinheber am Schillerplatz freigelegt und die umliegende Fläche
mit Fertigrasen bepflanzt hat. "Weinheber war aktiver
Nationalsozialist und hat auch sein künstlerisches Schaffen in den
Dienst der Nazipropaganda gestellt. Es ist dringend an der Zeit,
darauf in geeigneter Form hinzuweisen."
Trotz wiederholter Kritik habe sich die Stadt Wien bisher gesträubt,
das Weinheber-Denkmal umzugestalten. Im Gegenteil: Als Reaktion auf
frühere Interventionen befestigte die Stadtverwaltung das Denkmal
1991 mit einem unterirdischen Betonsockel von einem Kubikmeter
Volumen. Diesen Sockel und die damit verbundene Verdrängung der
Nazivergangenheit machten die KünstlerInnen nun sichtbar. Mit
Schaufel und Spaten haben sie die konfliktreiche Geschichte des
Denkmals offen gelegt: "Unsere landschaftsarchitektonische Maßnahme
wollen wir jedoch nicht als Antwort verstanden wissen, vielmehr soll
sie die Frage aufwerfen, wie das vorhandene Nazi-Denkmal
umzugestalten ist", so die KünstlerInnen.
"Wir unterstützen die Ankündigung von Stadtrat Mailath-Pokorny, nun
endlich eine Umgestaltung gemeinsam mit der KÖR - Kunst im
öffentlichen Raum anzudenken. So wie übrigens auch beim
Lueger-Denkmal ist es dringend an der Zeit für eine
historisch-kritische Kontextualisierung. Als Vorbild dafür könnte
etwa die gekonnte Neugestaltung des Sigfriedkopfes in der Aula der
Universität Wien gelten", schlug Werner-Lobo vor.
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